Renovieren, aber richtig: Mein schönes Zuhause

Das eigene Zuhause ist ebenso Rückzugsort vom Alltag wie auch Familientreffpunkt. Kein Wunder, dass die Wünsche bei Eigenheim und Eigentumswohnung vergleichsweise gleich sind: Man soll sich dort wohlfühlen und gut soll es aussehen.

Um dieses Ziel zu erreichen, investieren die Deutschen sowohl Geld als auch Arbeitskraft. Das geht auch aus der Studie „Houzz & Home“ hervor, über die auch das Portal Forschung und Wissen berichtete. Demnach haben rund 40 Prozent aller Eigentümer 1919 renoviert.

Die Renovierung planen

Am Anfang jeder Renovierung hilft die konkrete Planung: Was soll gemacht werden, wann soll es gemacht werden und was benötige ich dafür? Diese Fragen müssen beantwortet sein, bevor man überhaupt loslegt. Wichtig ist auch, Kleinigkeiten im Kopf zu behalten: So sind zum Beispiel bei der Auswahl der richtigen Tapete nicht nur Material und Muster wichtig, sondern auch die richtigen Hilfsmittel für die Wandgestaltung. Lässt man sich nicht fachmännisch beraten, kann die Renovierung schnell zu einer „unendlichen Geschichte“ werden, da ständig nachgebessert werden muss.

Apropos Beratung: Bei manchen Renovierungsarbeiten ist es sinnvoll, vor dem Startschuss das Bauamt anzurufen. Denn auch bei Eigentum kann man nicht alles machen, was man gern möchte. Das gilt zum Beispiel für den Anbau eines Wintergartens. Bei einer Eigentumswohnung muss bei einigen Baumaßnahmen eine Genehmigung der Wohnungseigentümerschaft vorliegen – immer dann nämlich, wenn tragende Wände oder Energieleitungen verändert werden sollen. Allerdings ist es generell sinnvoll, die Renovierung von der Eigentümerschaft absegnen zu lassen. So erspart man sich im Zweifelsfall viel Ärger.

Rechtliche Aspekte beachten

Nicht alles, was man selbst machen kann, sollte man auch selbst erledigen. Vor allem bei Strom- und Wasserleitungen ist es nicht nur effektiver, einen Fachmann zurate zu ziehen, es garantiert auch den Versicherungsschutz im Schadensfall. Bei Eigentumswohnungen ist dieses Vorgehen in vielen Fällen sogar vorgeschrieben, man braucht also auf jeden Fall einen Elektriker und/oder Klempner. Die gute Nachricht: In vielen Fällen kann man diese Leistungen steuerlich geltend machen.

Bei der Planung berücksichtigen sollte man zudem auch, wie renoviert werden soll. Gerade bei einer Komplettsanierung ist das wichtig. So sollte man dann im Hinblick auf die Energiekosten, aber auch auf mögliche Förderungen den energetischen und umweltfreundlichen Aspekt der Renovierung berücksichtigen. So gelten beispielsweise Holzböden als besonders nachhaltig, Naturfarben für die Wände sind sehr umweltverträglich und schaffen ein gesundes Raumklima.

Genügend Zeit einkalkulieren

Oft werden nicht nur Material und Handwerker für die Renovierung benötigt, sondern auch die tatkräftige Hilfe von Freunden oder Verwandten. Dass diese ebenfalls rechtzeitig gefragt und über die anstehenden Termine informiert werden wollen, versteht sich von selbst. Das ist nicht nur aus Höflichkeitsgründen wichtig, sondern auch für die Terminplanung. Denn die steht und fällt damit, dass alles am Start ist, was man benötigt – auch helfende Hände. Was darüber hinaus gern einmal vergessen wird: Auch die Eigentümer müssen natürlich Zeit für die Renovierung haben. Ein paar Urlaubstage sollten sie dazu allerdings schon investieren. Es bietet sich nämlich nicht an, am Wochenende oder an Feiertagen zu renovieren. Zum einen, weil die Nachbarn von der möglichen Lärmbelästigung nicht unbedingt begeistert sind. Zum anderen, weil es sehr unglücklich ist, wenn mitten in den Arbeiten Materialien benötigt werden, die man nicht schnell besorgen kann.

Bevor es dann mit den Verschönerungsmaßnahmen losgehen kann, muss zunächst der betroffene Raum leergeräumt werden. Wichtig: Bei einer Renovierung fällt naturgemäß viel Staub an. Daher ist es sinnvoll, Steckdosen, Schlüssellöcher und Türrahmen mit Malerkrepp abzukleben. Wenn nur die Wände gestrichen werden sollen, muss zudem der Fußboden mit Folie ausgelegt werden, die sorgfältig am Boden fixiert wird. Was dagegen unbedingt vorhanden sein muss, ist Strom und Zugang zu Wasser.

Wer mehrere Zimmer renovieren möchte, tut gut daran, dass nacheinander zu machen und nicht in jedem Raum zeitgleich zu arbeiten. Das gilt vor allem dann, wenn man in der Wohnung oder dem Haus auch während der Arbeiten übernachten muss. Dann ist es zudem wichtig, dass man auf alle Dinge, die man im Alltag braucht, auch Zugriff hat. Das gilt für die Dusche nach den Arbeiten ebenso wie für die reibungslose Verpflegung der Helfer.

Alternativ sollte man – vor allem bei größeren Maßnahmen – darüber nachdenken, ob man sich für die Dauer der Renovierung ausquartiert: ins Hotel, eine Ferienwohnung oder zu Freunden. Das hat zum einen den Vorteil, dass man dann tatsächlich parallel in mehreren Räumen arbeiten kann. Darüber hinaus ist es jedoch auch erholsam, nach einem harten Tag in einer sauberen und aufgeräumten Umgebung entspannen zu können.

(exb)