Schnelles Geld soll her: Die fünf beliebtesten Kreditarten

Bei einem Kredit oder Darlehen handelt es sich um die Überlassung von Geld, gewährt von Banken und Kreditinstituten an Privatpersonen oder Unternehmen. Man unterscheidet diverse Kreditarten, die Unterscheidungskriterien sind: Verwendungszweck, Laufzeit und Absicherung. Für Kreditnehmer ist die Höhe der Zinsen eine der wichtigsten Infos, für Kreditgeber die Bonität (Kreditwürdigkeit) und die Sicherheiten.

Der Ratenkredit als Unterstützung beim Kauf größerer Anschaffungen

Als Ratenkredit werden Darlehen bezeichnet, die bei einem Kauf auf Raten gewährt werden. Die Abwicklung läuft über das Geschäft oder den Versandhandel, die jedoch nur als Vermittler auftreten. Der Kreditgeber ist immer eine Bank. Die Bank prüft die Kreditwürdigkeit des Darlehensnehmer. Diese sogenannte Bonität ist in unterschiedliche Stufen eingeteilt. Wenn die Raten für frühere Kredite immer pünktlich und zuverlässig bezahlt wurden, ist die Bonität gut. Bei einer guten Bonität sind die Zinsen meist günstiger, denn das Ausfallrisiko für die Bank ist relativ gering. Oft ist in diesem Fall keine separate Absicherung notwendig. Die gekaufte Ware verbleibt allerdings bis zur vollständigen Rückzahlung des Kredits offiziell im Eigentum des Verkäufers (Eigentumsvorbehalt). Bei höheren Ratenkrediten kann eine zusätzliche Sicherheit verlangt werden. Dabei handelt es sich in der Regel um einen Einkommensnachweis in Form der letzten drei Gehaltsabrechnungen. Eine Gehaltsabtretung ist ebenfalls manchmal erforderlich. Für Kreditnehmer gilt: Die Raten müssen pünktlich bezahlt werden, um die Bonität nicht zu gefährden. Achtung, auch ein erfolgreich zurückbezahlter Kredit kann in der Schufa auftauchen, sogar eine Kreditanfrage kann bereits zu einem Eintrag führen. Man sollte außerdem das Angebot für einen Ratenkredit gründlich prüfen. Sind versteckte Kosten und Bearbeitungsgebühren enthalten? Wie hoch ist der effektive Zinssatz? Was auf den ersten Blick sehr günstig aussieht, muss nicht immer die beste Lösung sein.

Der Eilkredit, ein Darlehen mit besonders schneller Zusage und Auszahlung

Ein Eilkredit zeichnet sich dadurch aus, dass Anfrage, Bearbeitung, Genehmigung und Auszahlung sehr schnell vonstatten gehen. Das Geld ist bei einem positiven Bescheid innerhalb kurzer Zeit auf dem eigenen Konto und kann nach Belieben verwendet werden. Eilkredite sind sinnvoll, wenn rasch kurzfristige Engpässe überbrückt werden müssen. Im Vergleich mit einem Dispo- oder Überziehungskredit ist der Eilkredit in den Konditionen günstiger. Wer einen Eilkredit abschließen möchte, kann den Kredit bei einer örtlichen Bank oder online beantragen. Für den Eilkredit gelten bei der Bonität und den Sicherheiten die gleichen Voraussetzungen wie bei anderen Privatkrediten. Der Kreditbetrag für einen Eilkredit liegt eher im unteren Bereich. Nachdem die Kredithöhe oft geringer ist, reicht auch eine mittlere Bonität aus, ein regelmäßiges Einkommen muss aber vorhanden sein. Die Rückzahlung kann variabel gestaltet werden.

Der Autokredit für den Kauf eines Fahrzeugs

Ein Autokredit wird über den Autoverkäufer vermittelt, die kreditgewährende Institution ist eine Bank. Die Bank kann regelmäßig mit dem Autohaus zusammenarbeiten. Eine weitere Option ist die Beantragung eines Autokredits bei der Hausbank, bei der man sein Girokonto unterhält. Mit dem Autokredit wird der Kauf eines Fahrzeugs ermöglicht. Finanziert wird entweder der Gesamtbetrag oder ein Teilbetrag. Dabei handelt es sich oft um einen Neuwagen oder ein sehr gut erhaltenes Fahrzeug. Das Fahrzeug ist gleichzeitig die Sicherheit für den Kreditgeber. Er behält den Fahrzeugbrief bis zur vollständigen Rückzahlung des Kredits ein, damit das Auto nicht vor Ende der Kreditlaufzeit verkauft werden kann. Oft ist eine Vollkaskoversicherung für das Fahrzeug Pflicht. Der Kreditnehmer sollte in der Lage sein, die vereinbarten Kreditraten problemlos und regelmäßig zurückzuzahlen. Die Bank kann einen Einkommensnachweis verlangen und die Bonität prüfen.

Der Privatkredit zur freien Verwendung

Unter die Bezeichnung Privatkredit fallen alle kurz- und mittelfristigen Darlehen, die nicht für den Immobilienbereich verwendet werden. Der Kreditbetrag kann nach eigenem Ermessen ausgegeben werden. Verwendungszwecke sind zum Beispiel: Ablösung anderer Kredite (Umschuldung), Kauf von Einrichtungsgegenständen, Finanzierung von Reisen oder Hochzeiten. Für die Gewährung eines Privatkredits muss ein regelmäßiges Einkommen nachgewiesen werden. Dabei handelt es sich um ein Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit, Rente oder Pension. Für Selbstständige ist die Kreditgewährung schwieriger. Die Bank kann auf einer Abtretung der Einkommensansprüche bestehen. Die Zinsen richten sich nach der Bonität und der Laufzeit. Kredite mit einer kürzeren Laufzeit bieten meist günstigere Konditionen.

Der Immobilienkredit als Finanzierung für den Kauf einer Immobilie

Der Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung ist nur für wenige Menschen vollständig mit Eigenkapital möglich. Die meisten Käufer brauchen einen Immobilienkredit. Nachdem hier die Kreditsumme meist recht hoch ist, sind die Prüfung des Kreditantrags und das Genehmigungsverfahren umfangreich und besonders sorgfältig. Für die Gewährung eines Immobilienkredits spielt der Verkehrswert des Kaufobjekts eine Rolle, außerdem das Einkommen und die Bonität des Kreditnehmers. Der Kreditgeber sichert sich ab, indem für das Kaufobjekt eine Grundschuld eingetragen wird. Bei einem Immobilienkredit ist nicht nur die Höhe der Zinsen wichtig, sondern auch die vereinbarte Tilgung. Daraus berechnet sich die monatliche Gesamtbelastung.

(exb)

Titelbild: Bildunterschrift: Wenn man eine hohe Summe an Geld braucht: Welche Kreditarten kommen in Frage?