Schwandorf: Gegen die Geburtenexplosion von Katzen

So süß Katzenbabys auch sein mögen: Im Landkreis Schwandorf gibt es einfach zu viele davon. Viele müssen ohne ein Zuhause als Straßenkatze leben. Eine Katze kann etwa zwei bis drei Mal im Jahr vier bis sechs Junge bekommen; so kann die Katzenpopulation in einem Ort extrem schnell steigen.

Der Tierschutzverein Schwandorf hat sich vorgenommen, das Katzenelend zu verringern und hat dafür eine Kastrationsaktion gestartet: Von Mitte Dezember 2018 bis Januar dieses Jahres hat der Verein so viele streunende und freilaufende Katzen wie möglich kastrieren lassen. Das Projekt wurde vom Landkreis finanziell mit 16 000 Euro gefördert. Kastrationen von herrenlosen Tieren wurden komplett übernommen; auch sozial schwache Besitzer von freilaufenden Katzen konnten sich beim Verein melden: Die Kastration ihrer Tiere wurde zur Hälfte vom Verein bezahlt.

Mit den Mitteln vom Landkreis sowie weiteren 5 000 Euro von einem Privatspender konnten insgesamt 202 Katzen kastriert werden. Damit sei bereits die Geburt von tausenden weiteren herrenlosen Katzen verhindert worden, so der Verein. Insgesamt sei mit der Aktion so also ein Schritt in die richtige Richtung gemacht worden.
(az)