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Schwandorf: Gegen politischen Extremismus

Nur noch wenige Tage bis zur Bundestagswahl. Das brennendste Thema im Wahlkampf ist die Sicherheit. Und die Flüchtlingslage in Deutschland. Oft wird beides auch vermischt. Doch das birgt Gefahren. Nämlich die Gefahr der Ausländerfeindlichkeit. Islamistische Anschläge prägen derzeit das Bild weltweit. Und dabei wird oft nicht mehr differenziert zwischen Islamismus und Islam. Das schürt Vorurteile und fördert Rechtsextremismus. Andererseits gibt es deutliche islamistische Radikalisierungs-Tendenzen unter Jugendlichen.
Rechtsextremismus, Islamismus. Das sind die beiden Begriffe, die heute bei der Firma Horsch in Schwandorf von Pädagogen, Sozialarbeiter und Polizeibeamten diskutiert worden sind. Die Regierung der Oberpfalz und das Institut für Kooperationsmanagement hatten zu dem Fachtag eingeladen. Gesucht wurden Ansätze gegen jegliche Form von politischem Extremismus.
Eingeladen sind dazu waren sehr namhafte Referenten, die Autoren und Multifunktionäre Ahmad Mansour und Fabian Wichmann.
Nah-Ost-Spezialist Ahmad Mansour befasste sich zunächst mit der „Generation Allah“. „Warum wir im Kampf gegen religiösen Extremismus umdenken müssen“, so das Thema seines Vortrags. Mansour ist unter anderem in leitender Funktion bei der European Foundation for Democracy in Brüssel und Mitarbeiter einer Beratungsstelle für Deradikalisierung. Zweiter Hauptredner war Fabian Wichmann. Der Autor ist Fallbetreuer bei der Neonazi-Aussteigerorganisation EXIT und Mitinitiator der Initiative „Rechts gegen Rechts“. Der Titel seines Vortrags: „Einmal Nazi, immer Nazi?“.
Am Nachmittag schlossen sich Workshops zu den Themen Radikalisierungstendenzen bei Jugendlichen und Extremismus im Klassenzimmer an. (gb)