Schwandorf: Unregelmäßigkeiten beim Impfen

Im Schwandorfer Elisabethenheim sollen Angehörige von Pflegekräften gegen Corona geimpft worden sein, obwohl sie noch nicht an der Reihe waren. Heute sollte eine Pressekonferenz etwas Licht ins Dunkel bringen.

Bei der Pressekonferenz der Stadt Schwandorf hat Oberbürgermeister Andreas Feller die Vorgänge im Elisabethenheim noch einmal bestätigt. Am 27. Januar seien 20 Angehörige von Pflegekräften geimpft worden, die eigentlich noch nicht an der Reihe gewesen seien.

OB Feller sprach von einem moralischen Fehler, der nicht mehr geschehen werde. Im Namen der Stadt entschuldigte er sich dafür, dass andere Menschen durch den Vorfall im Heim einen späteren Impftermin wahrnehmen mussten. Einige der Angehörigen seien jedoch schwer erkrankt oder hätten Vorerkrankungen. Aufgrund ihres Alters seien die vorzeitig Geimpften aber demnächst an der Reihe gewesen, was jedoch nicht als Entschuldigung gelten solle.

OB Feller versprach, dass alle Vorgänge lückenlos aufgeklärt werden. Erst dann soll über mögliche Konsequenzen gesprochen werden. Dem Heimleiter und dem Personal stärkte er heute jedenfalls den Rücken, weil sie in diesem schwierigen Zeiten eine sehr gute Arbeit leisteten.

Von einem Betrug sprach der Oberbürgermeister bei der Pressekonferenz heute Nachmittag nicht. Es sei lediglich gegen die Priorisierung bei der Impfreihenfolge verstoßen worden und damit ein großer moralischer Fehler begangen worden. Und leider sei dem Heim dadurch auch ein Imageschaden entstanden.

(tb)