Schwandorf: Landkreis fördert Geburtshilfe

Mit dem „Zukunftsprogramm Geburtshilfe“ unterstützt der Freistaat Bayern seine Kommunen, die wohnortnahe Geburtshilfe zu erhalten. Landkreise und kreisfreie Städte im ländlichen Raum, die Defizite kleinerer Geburtshilfestationen ausgleichen, werden finanziell unterstützt. Der Kreistag hatte sich im März 2018 bereiterklärt, das Defizit, das dem Krankenhaus St. Barbara Schwandorf bei der Erbringung medizinischer Versorgungsleistungen im Fachbereich Geburtshilfe entsteht, auszugleichen. Landrat Thomas Ebeling überreichte an den Geschäftsführer des Krankenhauses St. Barbara Schwandorf, Dr. Martin Baumann, im Beisein der Chefärztin Gynäkologie und Geburtshilfe, Dr. Susanne Merl, einen Förderbescheid für das Jahr 2019 über 788.539,58 Euro.

Das Krankenhaus St. Barbara erfüllt mit seiner Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie die Voraussetzungen des „Zukunftsprogrammes Geburtshilfe“. Bei 676 Geburten im Jahr 2019 liegt diese Zahl innerhalb der Bandbreite der Richtlinie von mindestens 300 und höchstens 800 Geburten. Außerdem ist das Krankenhaus Schwandorf Hauptversorger der Region, weil mehr als 50 Prozent aller im Jahr 2019 im Landkreis angemeldeten Neugeborenen im Krankenhaus St. Barbara geboren wurden.

Der Landkreis Schwandorf erhält für diesen dem Krankenhaus gewährten Defizitausgleich eine Förderung des Freistaats Bayern in Höhe von rund 670.000 Euro. Der Eigenanteil des Landkreises liegt damit bei rund 118.000 Euro. Damit kann der Landkreis das dem Krankenhaus St. Barbara Schwandorf im Jahr 2019 in der Hauptfachabteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie entstandene Defizit in Höhe von 788.539 Euro komplett erstatten.

Zusätzlich zur Übernahme des Defizits der Geburtshilfe des Krankenhauses St. Barbara fördert der Landkreis Schwandorf seit November 2018 – ebenfalls mit Unterstützung durch das Zukunftsprogramm Geburtshilfe des Freistaates Bayern – Hebammen, die sich bereit erklären, längerfristig in der Geburtshilfe oder Wochenbettversorgung im Landkreis Schwandorf tätig zu werden. Aktuell können etwa 25 Hebammen mit den Mittel des Landkreises und des Freistaates Bayern mit dem monatlichen Hebammenzuschuss des Landkreises finanziell unterstützt werden.

Mit diesen Maßnahmen trägt der Landkreis Schwandorf seinen Teil dazu bei, die wohnortnahe und hochwertige Versorgung für werdende Mütter im Landkreis zu erhalten.

Landrat Thomas Ebeling

Dr. Baumann und Dr. Merl dankten dem Landkreis auch im Namen der Hebammen für diese finanziellen Leistungen, mit der die letzte im Landkreis verbliebene Geburtshilfe sichergestellt wird. Im Krankenhaus St. Barbara haben 2020 672 Babys das Licht der Welt erblickt. Aufgrund des erprobten Hygienekonzepts können auch während der Corona-Pandemie Väter bei der gesamten Geburt dabei sein und Mutter und Kind anschließend täglich für eine Stunde auf der Wochenbettstation besuchen. Der Landrat freute sich über die positiven Berichte aus dem Krankenhaus und wünschte der gesamten Einrichtung und insbesondere der Geburtshilfe weiterhin alles Gute.

(Bildquelle: Hans Prechtl/Landratsamt Schwandorf)

(vl)