Schwandorf: Mit neuen Lokführern gegen den Personalmangel

Verspätete Züge sind beim Schienenverkehr keine Neuheit. Aber seit ein paar Monaten fallen manche Verbindungen sogar komplett aus. Der Grund dafür: Personalmangel bei der Länderbahn.

Das Problem ist schon seit mehreren Jahren bekannt. Und schon seit zwei-einhalb Jahren steuert die Länderbahn dem Personalmangel mit zwei Strategien gegen: Sie bilden in einer unternehmenseigenen Schule selbst aus und sind eine Kooperation mit einer Schule in Serbien eingegangen.

Herzstück der Eisenbahnschule der Länderbahn GmbH in Schwandorf ist der mobile Zugsimulator. Er wird zur Ausbildung, aber auch für den regelmäßigen Unterricht der Lok- und Triebfahrzeugführer genutzt. Die Ausbildung dauert sieben bis neun Monate und richtet sich an Quereinsteiger. Außerdem muss die körperliche und psychologische Eignung geprüft sein.

Bis beide Strategien greifen, dauert es allerdings noch. Die Personalsituation bei der Länderbahn hat sich noch nicht geändert. Deshalb wird bis Ende Oktober das derzeitige Betriebskonzept mit ausfallenden Verbindungen noch fortgeführt. Dabei handelt es sich konkret um zwei Strecken des Alex-Zugs. Einmal von München über Schwandorf nach Hof und von München über Schwandorf nach Prag. Auch zwei Verbindungen der Oberpfalzbahn können wegen Personalmangel nicht fahren. Das ist die OPB1 von Regensburg über Weiden nach Marktredwitz und die OPB3 von Schwandorf über Furth im Wald nach Domazlice. (vl)