Schwandorf/Oberviechtach: Verträge zu den Behelfskrankenhäuser laufen aus

Covid-19-Patienten. In Turnhallen oder in Fluren von überfüllten Krankenhäusern. Diese Bilder aus Italien oder Frankreich schockierten uns im März 2020.

Um diese Situation im Landkreis Schwandorf zu vermeiden, wurde an den Standorten Schwandorf und Oberviechtach Behelfskrankenhäuser eingerichtet, so Hans Prechtl, Pressesprecher des Landkreis Schwandorfs. Dafür wurden ein leer stehender Bereich des Barmherzige Brüder Krankenhauses und leer stehende Stationen des AsklepiosKlinikums in Oberviechtach genutzt.

In Oberviechtach hätten dann rund 60 Bettplätze für Covid-19-erkrankte Menschen zur Verfügung gestanden, erklärt Jana Humrich, Klinikmanagerin des Asklepios Klinikums Oberviechtach. Allerdings hätten dort keine Patienten gelegen, die intensivmedizinische Betreuung benötigt hätten, sondern erkrankte Covid-Patienten, die nicht mehr die stationäre Behandlung in einer der umliegenden Krankenhäusern benötigen würden. Diese wären dann zur weiteren Behandlung in den Behelfskrankenhäusern untergekommen.

Damit eine solche Versorgung möglich gewesen wäre, hat der Landkreis verschiedene Verträge aufgesetzt. Unter anderem mit einer Wäscherei, einer Bäckerei oder einem Telekommunikationsvertrag. Diese Verträge laufen jetzt zum 30. Juni aus und werden aufgrund der sinkenden Inzidenz-Werte nicht verlängert.

Der Ernstfall trat glücklicherweise nie ein und die Kapazitäten der umliegenden Krankenhäuser waren bisher ausreichend. Die Behelfskrankenhäuser mussten deshalb nie in den Echt-Zeit-Betrieb gehen. Auch in Zukunft gehe man davon aus, dass diese nicht benötigt werden, sagt Hans Prechtl. Dennoch: Die Räumlichkeiten bestehen weiterhin und könnten im Ernstfall innerhalb kürzester Zeit genutzt werden.

(lw)