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Schwandorf: Schneller Leben retten

Der Landkreis Schwandorf investiert in Verkehrs- und Rettungssicherheit. Dazu wurde jetzt die digitale Rettungskarte eingeführt. Sie gibt Aufschluss über die Beschaffenheit einzelner Automodelle.

Jede Feuerwehr, die entsprechende Einsätze fahren könne wurde damit ausgestattet so Schwandorfs Landrat Thomas Ebeling. So erhielten die anwesenden Vertreter der einzelnen Feuerwehren bei der offiziellen Vorstellung des Systems im Landratsamt Schwandorf jeweils ein Tablet. Dies ist ausgestattet mit dem neuen Rettungskarten-System. Dieses Tablet soll künftig bei Einsätzen mitgeführt werden. Sollte der Ernstfall eintreten und eine verletzte Person in einem deformierten Auto eingeklemmt sein liefert die Rettungskarte wichtige Informationen.

Durch die Eingabe des amtlichen Kennzeichen des betroffenem Fahrzeugs liefert die Integrierte Leitstelle Details zum jeweiligen Fahrzeugmodell. Sie gibt Aufschluss darüber, wo Airbags oder Sicherheitsglas verbaut sind und informiert wo sich Kabel befinden. So können die Einsatzkräfte vor Ort schneller und leichter entscheiden, wo sie mit dem Rettungsspreizer ansetzen können um die eingeklemmte Person zu befreien. Die Rettungskarte spart vor Ort nicht nur entscheidende Zeit, sondern schützt sowohl die verletzte Person als auch die Einsatzkräfte.

Doch die Rettungskarte ist nicht nur für die Feuerwehren zugänglich. In den Kfz-Zulassungsstellen in Schwandorf und Oberviechtach stehen ab sofort Terminals zur Verfügung. Während einer kurzen Wartezeit kann jeder Fahrzeughalter mit nur wenigen Klicks die Rettungskarte für sein Fahrzeug erstellen. Dies geht schnell und ist kostenlos. Dieser Ausdruck soll im Wagen in der Sonnenblende aufbewahrt werden. Denn im Falle einer Deformation des Fahrzeugs ist die Sonnenblende, anders als beispielsweise das Handschuhfach, für die Einsatzkräfte immer gut zu erreichen. (ms)