Schwandorf: Sicherstellung eines Hundes eskaliert

Gestern Nachmittag fuhr eine Polizeistreife in Schwandorf zu einem polizeibekannten Pärchen, um dort im Auftrag des Landratsamtes einen Hund sicherzustellen. Gegen die 34-Jährige liegt seit Jahren ein Tierhaltungsverbot vor. Jetzt war bekannt geworden, dass Sie und ihr Partner eine französische Bulldogge bei sich zu Hause halten. Als die Polizeibeamten ihr und ihrem 26-jährigen Freund erklärten, dass der Hund nun in Quarantäne genommen werde, rasteten beide völlig aus. Sie drohten den Polizeibeamten unter anderem damit, gegen sie Pfefferspray einzusetzen und sogar andere Hunde auf sie zu hetzen. Zudem beleidigten Sie die Polizisten auf das Übelste. Sie unterstellten den Beamten behindert und zugekokste Bastarde zu sein.  Doch damit nicht genug. Auch gegenüber dem Tierheim, wo der Hund schließlich unterkam, kündigte die Frau unterschwellig Vergeltungsmaßnahmen an. Nichts desto trotz wurde dann, mit Unterstützung einer zweiten Streife, der Hund in Obhut genommen und dem Tierheim überstellt. Bei der Überprüfung des Impfausweises des Hundes stellte sich dann noch heraus, dass die Frau eine Seite vor Übergabe an die Polizei herausgerissen hatte. Vermutlich um zu vertuschen, dass sie die Besitzerin des Hundes ist. Deshalb erwartet sie ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung. Außerdem wurden beide wegen mehrfacher Bedrohung, Nötigung, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt. (ac)