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Schwandorf: Evakuierung wegen Fliegerbombe läuft

Nach dem Fund eines 250 Kilogramm schweren Sprengkörpers auf der Baustelle des Erweiterungsbaus des St. Barbara Krankenhauses in Schwandorf ist klar: Am kommenden Samstag ist Tag der Evakuierung. Das Krankenhaus nutzt diese Zeit, um sich gründlich auf die Räumung vorzubereiten.

Und trotzdem: Der Betrieb läuft weiter und das Krankenhaus sichert die Versorgung auch weiterhin. So sind der Kreißsaal sowie die Zentrale Notaufnahme regulär geöffnet – die Notaufnahme sogar bis Samstag um 6 Uhr. Bei dringenden Notfällen sollen Patienten wie gewohnt die 112 wählen. Dr. Jochen Spieß, der Ärztliche Leiter der Zentralen Notaufnahme, weist jedoch darauf hin, dass Patienten, bei denen ein längerer Krankenhausaufenthalt notwendig ist, an das Krankenhaus St. Barmherzige Brüder Regensburg bzw. an die Kinderklinik St. Hedwig Regensburg verlegt werden.

Für die Evakuierung wird das Krankenhaus ab 8 Uhr morgens geräumt, von 12 bis 14 Uhr ist die Entschärfung vorgesehen. Laut Sprengmeister müsse der Zünder nicht sofort entschärft werden, allerdings sei eine kleine Sprengung nötig, um ihn unschädlich zu machen. Bei der Entschärfung wird eine Sicherheitszone von 300 Metern gezogen. Rund 900 Personen aus der näheren Umgebung müssen für diese Zeit ihre Häuser verlassen. (sd)