Schwandorfer: Vorgetäuschter Raubüberfall auf Autofahrerin

Mutter und Tochter haben einen Raubüberfall erfunden, um einer Pfändung zu entgehen. Die beiden Frauen müssen sich nun in einem Strafverfahren wegen Vortäuschen einer Straftat verantworten.

Seine 34-jährige Tochter sei in Klardorf niedergeschlagen worden, anschließend wurde ihr das Auto geraubt. Diese Angaben machte ein 62-jähriger Schwandorfer am Donnerstag, den 28.12.2017, bei der Polizei. Allerdings wussten die Polizeibeamten zu diesem Zeitpunkt nichts von dem Vorfall.

Die sofort eingeleiteten Ermittlungen wegen eines Gewaltverbrechens gestalteten sich schwierig, da die Tochter schwer zu erreichen war. Telefonisch schilderte sie, im Klinikum Amberg in ärztlicher Behandlung zu sein. Zwei unbekannte Täter hätten sie überwältigt, als sie mit ihrem Auto wegfahren wollte. Dabei sei sie zur Seite gestoßen und von einer der Männer ins Gesicht geschlagen worden. Anschließend seien die Männer mit ihrem Auto weggefahren. Auch die Mutter der 34-Jährigen bestätigte den Überfall.

Bei den polizeilichen Ermittlungen konnten aber schnell Widersprüche in der Schilderung des Sachverhalts aufgedeckt werden. Nach Vorhalt dessen räumten Mutter und Tochter ein, den Überfall erfunden zu haben. Hintergrund ist die Pfändung ihres Autos, welches auf ihren Vater zugelassen ist. (ms)