Sicheres Zahlen im Internet mit PaysafeCard

Das Zahlen mit PaysafeCards hat sich inzwischen etabliert. Seit der Gründung dieses elektronischen Zahlungsmittels im Jahr 2000 wird es mittlerweile in 46 Ländern der Welt angeboten. Anwendung findet es für Zahlungen im Internet, gekauft werden können die Prepaid-Karten ganz analog in Vorverkaufsstellen unmittelbar in der Region. Was sind die Vorteile und gibt es dabei Risiken, die zu beachten sind?

Wie funktionieren PaysafeCards?

PaysafeCards werden nicht nur inzwischen von unzähligen Kunden weltweit für Zahlungen im Internet verwendet, dieses System gilt auch das sicherste anonyme Online-Zahlungsmittel. Es ist eine Zahlungsmethode, die auf Guthabenbasis funktioniert. Die Paysafe-Karten sind elektronische Prepaid-Karten, die an Verkaufsstätten wie Tankstellen, Supermärkten, Kiosken, Lottoannahmestellen oder Postfilialen zu erwerben sind. Die möglichen Beträge liegen zwischen zehn und 100 Euro pro Karte. Interessierte, die die nächstgelegene Verkaufsstelle in Ihrer Region suchen, können das bei PaysafeCard direkt abfragen. Ein Online-Kauf ist darüber hinaus dort ebenfalls möglich.

Die Seriosität des PaysafeCard-Systems wird durch die großen regionalen Verkaufspartner bezeugt: Allein die Liste für die Anbieter in der Oberpfalz ist lang und klingt vertrauenswürdig: Netto, Aldi, Rewe, Rossmann, Shell-Tankstellen und Deutsche Post-Filialen – diese Namen bürgen für die Vertrauenswürdigkeit des Systems.

Der große Vorteil liegt in der absoluten Anonymität beim Nutzen der Cards. Beim Bezahlen im Internet muss lediglich ein 16-stelliger PIN-Code eingegeben werden. PaysafeCards haben sich vor allem für Zahlungen bei Online-Spielen, Unterhaltungselektronik, Partnervermittlungen oder Social Media bewährt. Auch für Online-Casino-Spieler ist die PaysafeCard eine gern genutzte und sichere Zahlvariante. Das Portal casinotest.de hat PaysafeCard Casinos getestet und die aktuelle Liste der seriösesten deutschen Online-Casinos aus dem Jahr 2018 auf ihrer Seite veröffentlicht. Nutzer von Online-Casinos sollten nur zertifizierte Casinos in Betracht ziehen, die eine Glücksspiellizenz der EU ausweisen können.

Vorteile auf einen Blick

Ursprünglich hat die PaysafeCard ihren Einsatz tatsächlich in Online-Casinos gehabt. Überall dort, wo es für die Käufer von Vorteil ist, beim Bezahlen keine persönlichen Angaben machen zu müssen, ist diese Bezahlmethode beliebt. Als Prepaid-Zahlmethode im Internet ist die PaysafeCard derzeit ungeschlagen. Sie vereinigt viele wertvolle Vorteile:

  • Das Nutzen einer PaysafeCard ist grundsätzlich kostenlos.
  • Es ist kein Login oder eine Angabe von Bankdaten beim Zahlvorgang nötig.
  • Transaktionen sind einfach abzuwickeln.
  • Der Höchstbetrag auf einer Karte macht ungehemmtes Shoppen oder das Verspielen großer Summen unmöglich.
  • Bei Karten-Verlust kann nur maximal der darauf registrierte Betrag verloren gehen.
  • Es existiert eine länderübergreifende Verfügbarkeit in verschiedenen Währungen.
  • Schutz für Online-Shops und Vorbeugung gegen Geldwäsche: Nur registrierte Nutzer können in Deutschland Beträge über 100 Euro zahlen.

Gerade beim Bezahlen auf fremden PCs oder Tablets ist der Einsatz von PaysafeCards mit PIN völlig risikolos, da keine persönlichen Daten auf dem Rechner hinterlassen werden.

Internetdienste oder Dienstleistungen sind über PaysafeCards wie durch Zauberhand bezahlbar. (Quelle: Pixabay @ Bru-nO (CCO public domain) )

Betrugsversuche mit Paysafe-Karten in der Region Oberpfalz

Natürlich rufen alle Online-Zahlungsmethoden betrügerische Absichten auf den Plan. So gab es im Februar 2018 im Landkreis Schwandorf einen Betrugsversuch im Zusammenhang mit PaysafeCards, den die Polizei als warnendes Beispiel veröffentlicht hat. Am 8. Februar bekam eine 72-jährige Anwohnerin aus Bodenwöhr einen Anruf mit der Mitteilung, sie hätte im Lotto 38.500 Euro gewonnen und müsste den Gewinn nur noch mit Geldboten entgegennehmen – die bis zu 800 Euro kosten. Bei einem weiteren Anruf bekam die angebliche Lotto-Gewinnerin die Aufforderung, PaysafeCards für 100 Euro zu erwerben, damit der Transport finanziert werden kann.

Es blieb wohlgemerkt bei dem Versuch, denn als die aufgeschreckte Dame den Anruf einfach beendete, war der Spuk bereits vorbei. Genau solche Fälle wurden in der Oberpfalz schon 2013 gemeldet, allerdings fiel dabei der gutgläubige „Gewinner“ auf die Masche herein. Ebenfalls in Weiden erhielt im Februar 2016 eine 14-jährige nach Einfangen eines Trojaners über WhatsApp einen Sperrbildschirm, der angeblich nur durch das Kaufen einer PaysafeCard im Wert von 100 Euro hätte entsperrt werden können.

Solche Betrugsmaschen laufen immer auf ein Ziel hinaus: Einen ahnungslosen Betroffenen einzuschüchtern und durch das Bezahlen um eine nicht gerade geringe Summe zu erleichtern. Bei Aufforderungen, solche Summen zu zahlen oder die PaysafeCard-PINs telefonisch weiterzugeben, sollten Kunden immer misstrauisch werden. Die Zahlungsmethode PaysafeCard wird durch solche Betrugsversuche an sich nicht in Frage gestellt. Solange eine Person nicht in eine solche Bezahlung einwilligt, kann kein betrügerischer Einzug von Geld geschehen.

Sicherheitsregeln an erster Stelle

Nicht nur die Anbieter dieses Bezahlsystems rühmen die hohen Sicherheitsstandards von PaysafeCards. Kein anderes System bietet derzeit diese Standards. Dies ist natürlich nicht gewährt, wenn bestimmte Regeln nicht beachtet werden.

Sicherheitsregeln für ein sicheres Bezahlen mit Paysafe-Karten

  • PaysafeCards sollten nur bei autorisierten Webshops Anwendung finden. Behörden, Anwälte, sonstige Institutionen oder Gerichte gehören nicht zu diesen Webshops. Sie werden keine PaysafeCards-Zahlungsaufforderungen herausgeben, das betrifft sowohl Mahn- oder Strafgebühren als auch andere Beträge. Solche Zahlungsaufforderungen sind nicht rechtens und sollten bei den betreffenden Stellen sofort zur Meldung kommen.
  • Eine PaysafeCard-PIN sollte niemals per Mail oder telefonisch weitergegeben werden!
  • Bei Verlust der Karte oder verdächtigen Aktivitäten sollten Nutzer ihren Account sofort online sperren lassen.
  • Die PIN einer PaysafeCard sollte genauso behandelt werden wie die für eine EC-Karte: Niemals zusammen mit der Karte aufbewahren!

Mit PaysafeCards im Ausland bezahlen

Wer in Deutschland eine PaysafeCard erworben hat, kann diese auch im Ausland nutzen. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Karten somit auch im Urlaub oder auf Reisen nutzbar. Voraussetzung ist dabei, dass die teilnehmenden Shops autorisiert sind. Welche Währung dabei verwendet wird, ist egal, für die Umrechnung in eine Fremdwährung fällt allerdings eine Gebühr von zwei Prozent des Transaktionsvolumens an. Hier gilt immer die Währungsumrechnung nach aktuellem Tauschkurs. Die Gebühr wird zusätzlich bei der Transaktion im Ausland vom Gesamtbetrag auf der Karte abgebucht.

Umgekehrt funktioniert das auch: Wurde eine PaysafeCard im Urlaub gekauft und das Guthaben ist noch nicht ganz aufgebraucht, ist es kein Problem, den Restbetrag in Deutschland zu nutzen. Die einzige Ausnahme bildet hier die Schweiz. Bei dort erworbenen Karten muss der Betrag im Erwerbsland selbst komplett ausgegeben werden. Als „Urlaubsmitbringsel“ eignet sich eine nicht aufgebrauchte PaysafeCard also nicht wirklich.

Titelbild: PaysafeCards sind auch 2018 eine sichere und anonyme Online-Bezahlvariante. (Quelle: Pixabay @ StockSnap (CCO public domain)

(exb)