Sonne, Strand und Schwimmbad: Kontaktlinsen im Sommer

Im Sommer verbringen die meisten Menschen so viel Zeit im Freien wie möglich. Zur Abkühlung zieht es sie in heimische Schwimmbäder oder Badeseen. Im Urlaub auch an Strände irgendwo am Meer. Kontaktlinsenträgern stellen sich in den heißen Monaten zahlreiche Fragen: Wie gut vertragen Linsen die Hitze? Kann man sie beim Schwimmen in den Augen lassen und wie sieht es überhaupt mit UV-Schutz aus?

Badeausflug mit Linsen: Wie vermeidet man Infektionen?

Die Deutschen lieben den Schwimmsport. Mehr als 20 Millionen Bundesbürger werfen sich in der warmen Jahreszeit mindestens einmal im Monat ins kühle Nass. Ob nun im öffentlichen Freibad, in Badeseen oder im Meer. Um auch im Wasser Durchblick zu bewahren, steigen viele Brillenträger bei Badeausflügen auf Kontaktlinsen um. Anders als die Brille verliert man die Linse beim Schwimmen nur selten. Vor allem weiche Linsen mit großem Durchmesser können nur schwer fortgespült werden. Modelle mit Ablagerungsschutz eignen sich ideal für staubige Strandumgebungen. Auch möglichen Infektionen lässt sich mit Kontaktlinsen dieser Art vorbeugen. Schädliche Keime und Bakterien oder Chlor aus dem Wasser setzen sich dank der Schutzbeschichtung nur schwer auf den Linsen ab. Treten trotzdem Symptome wie Rötungen, Brennen oder vermehrter Tränenfluss auf, entfernt man die Sehhilfen lieber und macht sich auf den Weg zum Augenarzt. Bei Wochen- und Monatslinsen ist gerade im Sommer die richtige Pflege entscheidend, um nach Badeausflügen keine Entzündungen zu riskieren. Neben der Behandlung mit ein- oder zweistufiger Peroxidlösung ist nach dem Badespaß eine gründliche Säuberung und Desinfektion angezeigt, um Mikroorganismen keine Chance zu geben.

 

Vorsicht: Weil Kontaktlinsen beim Schwimmen theoretisch aus dem Auge gespült werden können, hat man lieber immer Ersatzlinsen oder eine Wechselbrille mit dabei. Tauchen sollte man mit den Linsen in den Augen übrigens nicht. Die Keimbelastung wäre sonst zu groß.

Sonne und Kontaktlinsen: Was ist zu beachten?

Auf kaum etwas freut man sich in der warmen Jahreszeit mehr als auf ausgiebige Sonnenbäder. Natürlich nur mit dem richtigen Sonnenschutz. Neben der Haut brauchen auch die Augen bei hohem UV-Index Strahlenschutz. Vor allem in der Nähe von Wasserflächen ist der UV-Index hoch, weil das Wasser die Strahlen reflektiert. Ohne Sonnenbrille gegen UV-A- und UV-B-Strahlen bricht man daher am besten nicht zu Badeausflügen auf. Anders als Brillenträger können Menschen mit Kontaktlinsen die Sonnenbrille einfach über die Sehhilfen ziehen. Übrigens gibt es heutzutage auch Linsen mit integriertem UV-Filter. So kann man die Augen auch ohne Sonnenbrille ausreichend vor UV-Strahlung schützen. Zusätzlicher Sonnenschutz-Tipp: Für die Haut müssen es nicht immer übliche Sonnencremes sein. Es gibt zahlreiche natürliche Quellen, um sich vor UV-Licht zu schützen.

 

Mythen-Check: Schmelzen Linsen bei Hitze?
In Deutschland sind Temperaturen über 40 Grad im Sommer keine Seltenheit mehr. Je heißer es wird, desto größer die Sorge um den Schmelzpunkt der Kontaktlinsen. Hier können Träger beruhigt sein. Der Schmelzpunkt von Hydrogel-Kontaktlinsen beispielsweise liegt bei 120 Grad Celsius.