Steigende Strompreise 2019 und was man dagegen machen kann

Im kommenden Jahr 2019 sollen die Stromanbieter die Tarife wieder erhöhen, was viele Verbraucher natürlich verärgert und einige auch vor ein finanzielles Problem stellt. Natürlich können Verbraucher an den Strompreisen selbst nichts ändern, an den damit verbundenen Rechnungen allerdings schon. Denn jeder hat natürlich selbst in der Hand, wie viel Strom er Monat für Monat verbraucht und ob Möglichkeiten genutzt werden, am Strom zu sparen. Leider ist es nämlich keine Seltenheit, dass jeder Mensch in Sachen Strom Geld zum Fenster herauswirft. Doch wo genau sollen die neuen Strompreise liegen und können sich Verbraucher wehren oder Einsparungen vornehmen?

Wie sehen die Erhöhungen im kommenden Jahr aus?

Wie bereits erwähnt, wird Strom im Jahr 2019 in Deutschland wieder teurer. So sollen die Preise laut Experten im Durchschnitt um vier bis fünf Prozent steigen. Das bedeutet für die typische Familie mit drei Personen, die einen Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden haben, ca. 55 Euro mehr im Jahr zahlen werden. Das natürlich, ohne die eigenen Gewohnheiten zu ändern bzw. mehr zu verbrauchen. Die Versorger möchten diese Erhöhung natürlich begründen. Die Gründe der steigenden Strompreise sollen in ihren gestiegenen Einkaufspreisen liegen, wobei die Einkaufspreise in diesem Jahr laut der Bundesnetzagentur weitgehend stabil gewesen sind. Insgesamt haben laut Untersuchungen immerhin 218 Versorger innerhalb der Ankündigungsfrist sowohl eine Preiserhöhung im Dezember als auch im Januar angekündigt, wobei Experten sich sicher sind, dass weitere Versorger hinzukommen.

Stabil bleibt der Strompreis zum Jahreswechsel hingegen bei den beiden größten Stromversorgern des Landes, Eon und der RWE-Tochter Innogy. Allerdings ist bis jetzt noch nicht entschieden worden, wie lange das noch der Fall sein wird. So sagte ein Sprecher von Eon, dass die Entwicklung weiterhin beobachtet wird und man dementsprechend handeln muss.

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

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Natürlich sind Verbraucher mit der Argumentation von erhöhten Einkaufspreisen nicht wirklich zufrieden und auch Verbraucherschützer kritisieren diese. So sagt der Energieexperte von der Verbraucherzentrale NRW Udo Sieverding: „Als vor einigen Jahren die Börsenpreise gesunken sind, haben die Versorger auf ihre langfristigen Verträge verwiesen und die Einsparungen nicht an ihre Kunden weitergegeben.“ Außerdem sagte er „Jetzt sind sie bei steigenden Börsenpreisen schnell mit Preiserhöhungen dabei.“ Das sehen natürlich auch die Kunden so und möchten sich gegen die steigenden Preise wehren.

Wie kann man Strom einsparen?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Strom einzusparen und das jedes Jahr aufs Neue. So ist es immer ratsam, nur dann den Strom in Anspruch zu nehmen, wenn es wirklich nötig ist. So muss sich jeder darüber im Klaren sein, dass jedes Gerät im Haushalt Strom verbraucht und vor allem die großen Haushaltsgeräte große Stromkosten bedeuten. Oftmals ist es jedoch so, dass diese auch dann Strom verbrauchen, wenn diese nicht genutzt werden. Kaffeemaschinen, Fernseher und Co., die durchgehend an das Stromnetz angeschlossen sind, benötigen also auch im sogenannten Stand-by-Modus Strom. In diesem Fall ist es ratsam, stets nur die Geräte am Strom angeschlossen zu haben, die auch wirklich in diesem Moment benötigt werden. Besonders komfortabel dazu sind unter anderem die Steckdosenleisten, welche mit einem Schalter an und aus gestellt werden können. In diesem Fall muss der Stecker also nicht immer gezogen werden. Kühlschränke sowie Waschmaschinen und Geschirrspüler hingegen können ausschließlich im Öko-Programm sparsam sein und im Arbeitszimmer sollten Betroffene eher auf den Laptop anstatt auf den PC setzen.

Den Stromanbieter wechseln

Immer mehr Verbraucher entscheiden sich dazu, den Stromanbieter zu wechseln. Kein Wunder, denn jedes Jahr aufs Neue locken die unterschiechen Versorger Interessenten mit günstigeren Preisen sowie Luxusartikeln in Form von Laptops, Handys und ähnlichen Geräten. Wie viel Geld durch einen Anbieterwechsel gespart werden kann, ist abhängig von unterschiedlichen Faktoren. Von der aktuellen Tarifhöhe, von den neuen Preisen sowie dem eigenen Verbrauch der Betroffenen. Da der Strommarkt ständig in Bewegung ist, ist es jedoch nicht wirklich einfach, sich einen Überblick zu verschaffen. So gibt es immer wieder neue Anbieter, Sonderaktionen oder aber Vertragsmodelle. Experten raten sogar dazu, sich alle paar Monate in regelmäßigen Abständen einen erneuten Überblick zu verschaffen und dementsprechend zu handeln. Im Übrigen bieten einige Stromanbieter den neuen Kunden sogar an, sich um den alten Vertrag zu kümmern, sodass der Wechsel ganz problemlos und komfortabel von der Bühne geht. So besteht auch nicht die Gefahr, dass Neukunden eventuell eine kurze Zeit ohne Strom sein könnten.

Vergleichsportale mit Rechner

Es gibt spezielle Portale wie zum Beispiel Stromvergleich.de, auf denen es möglich ist, sich einen optimalen Überblick zu verschaffen. Hier werden zum Beispiel die Anzahl an Personen angegeben, welche im aktuellen Haushalt Leben, der Stromverbrauch im Jahr und auch die eigene Postleitzahl. Anschließend werden alle sämtlichen Stromanbieter miteinander verglichen, um dem Interessenten einen optimalen Überblick zu verschaffen. Auf solchen Portalen ist es nun auch möglich, direkt zum Stromanbieter zu gelangen, um dort eine Anfrage zu stellen, oder sich alle Unterlagen zuschicken zu lassen.

Unterschiedliche Möglichkeiten in Betracht ziehen

Umfragen zeigen, dass viele Menschen sich nicht trauen, einen Wechsel vorzunehmen. Kein Wunder, denn wo man gut versorgt wird, fühlt man sich auch wohl. So fragen sich immer mehr Verbraucher, warum man genau diese Sicherheit aufs Spiel setzen sollte. Neben dem Wechsel sollte jeder für sich selbst darauf achten, den Strom bewusster zu verwenden und auch die Natur nicht aus den Augen zu verlieren. So tut man nicht nur sich etwas Gutes, man kann die Kosten kontrollieren, bares Geld sparen und der Natur mit diesem Verhalten einen Gefallen tun.

(exb)

Titelbild: https://pixabay.com/de/elektrizit%C3%A4t-strommasten-3442835/