Steinberg am See: Regionaler Tourismus nach der Coronakrise

Erst letztes Jahr feierte die Erlebnis Holzkugel in Steinberg am See große Eröffnung. Auf bis zu 40 Metern Höhe kann sich dort Alt und Jung auf 30 Bewegungsstationen austoben. 2020 hat das Projekt vom ADAC sogar den Bayerischen Tourismuspreis erhalten. Umso frustrierender für die Betreiber, dass die Kugel im Moment leer bleiben muss.

Wo sich letztes Jahr im April rund 25.000 Gäste tummelten, herrscht heute gähnende Leere. Für die Betreiber Kim Kappenberger und Tom Zeller ein frustrierender Anblick. Und damit auch ein finanzielles Disaster. An einem schönen Sommertag gehen im angrenzenden Gastrobetrieb täglich bis zu 1.000 Essen über die Theke. Seit Wochen bleiben die Tische hier aber leer.

Wenn alle Ausgangsbeschränkungen wieder aufgehoben werden, rechnet der studierte Touristikmanager Tom Zeller nach einer kurzen Anlaufphase mit einem sogenannten „overtourism“. Also stark überfüllten Sehenswürdigkeiten. Trotz der aktuell auch für ihn belastenden Situation rechnet Zeller daher damit, dass der regionale Tourismus mittel- und langfristig wohl sogar von der Corona-Krise provitieren wird. Aber nur, wenn er die nächsten Wochen überstehen kann. Denn nach Schätzungen sind etwa 1/3 unserer Tourismusbetriebe existenziell von den Folgen der Krise gefährdet.

(Franken Fernsehen)