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SU-RO: Göth und Koller im „Verhör“

Wird es am 14. Januar 2018 erneut ein Kopf an Kopf Rennen zwischen den beiden Bürgermeisterkandidaten Michael Göth von der SPD und Günter Koller von der CSU geben? Beide sind bereits 2012 bei der Bürgermeisterwahl gegeneinander angetreten. Michael Göth gewann nur knapp mit 236 Stimmen mehr. Wie die Entscheidung der Bürger jetzt ausfallen wird, zeigt sich am 14. Januar. Und die Podiumsdiskussion gestern Abend könnte ein Entscheidungsfaktor dabei sein.

Seit Juni dieses Jahres steht Günter Koller als CSU-Kandidat fest. Im September wurde Bürgermeister Michael Göth erneut von Seiten der SPD als Kandidat bestimmt. Es treten damit die zwei Kandidaten an, die sich bereits im Jahr 2012 ein Kopf an Kopf Rennen lieferten. Für Günter Koller ist es bereits der dritte Anlauf. 2012 ging es in die Stichwahl und es war ein knappes Ergebnis von 51,32 Prozent gegen Günter Koller. Der Unterschied betrug damit nur 2,64 Prozent bzw. 236 Wählerstimmen.

Günter Koller ist Stadt- und Kreisrat, seit 2008 2. Bürgermeister. Arbeiten, wohnen, miteinander leben, das seien die drei Felder seines Programms.

Michael Göth ist seit 1996 kommunalpolitisch tätig. Von 2002-2008 war er 3. Bürgermeister der Stadt Sulzbach-Rosenberg. Seit 2012 ist er 1. Bürgermeister.

Michael Göth hat vor allem als Ziel weiter Schulden abzubauen – von jetzt 51 Mio Euro möchte er auf 45 Millionen Euro kommen. Zentrale Themen, die er auch weiterhin anpacken möchte, sind Erziehung und Bildung.

Themen bei der Podiumsdiskussion, die für Differenzen sorgten, waren zum Beispiel die Zukunft des Maxhütten-Geländes. Koller forderte endlich ein Konzept zu erarbeiten und nicht zu warten bis der Freistaat Bayern tätig werde. „Wir könnten hier schon weiter sein“ – so Koller zu Göth. Michael Göth betonte dagegen: Es sei nichts verschleppt werden. Er sehe stattdessen den Freistaat Bayern in der Pflicht. Die Stadt Sulzbach-Rosenberg werde in eine Trägerschaft mit rund 5 Millionen Euro einsteigen. Allein sei aber das Vorhaben den Hochofen-Plaza in ein Industriemuseum umzuwandeln nicht zu stemmen.

Weitere Streitthemen waren die Zukunft des Seidel-Anwesens, des Waldbades sowie das Neubaugebiet Kempfenhof-Ost.

Was das Waldbad betrifft: Hier sind erste Finanzmittel für 2019-2021 vorgesehen, für 2018 sind nochmal kleinere Maßnahmen eingeplant: Ein neues Basketballfeld, neue Tischtennisplatten, die Erweiterung der Terrasse und ein Platz für die Lounge-Liegen.

Am Ende gingen beide Kandidaten auf Nachfrage positiv gestimmt und gestärkt aus der Diskussion. (sd)