Oberpfalz TV

Su-Ro: Kardinal Müller beendet Annabergfest

Kardinal Gerhard Ludwig Müller polarisiert. Für manche gehört der ehemalige Regensburger Bischof und frühere Präfekt der Glaubenskongregationeiner zu den bedeutendsten lebenden Persönlichkeiten der katholischen Kirche. Bei Anderen steht er in der Kritik: Etwa die Verzögerung der Aufklärung der Domspatzen-Misshandlungen wird ihm angelastet, aber von ihm zurückgewiesen. Doch zu befürchteter öffentlicher Kritik ist es bei seinem Besuch beim Annabergfest in Sulzbach-Rosenberg nicht gekommen – stattdessen stand der Glauben im Fokus.

Kardinal Gerhard Ludwig Müller hat beim Annabergfest eine Eucharistie-Feier gehalten. Bei seiner Predigt sprach er nicht nur über Bonhoeffer, sondern auch über Kirchenaustritte: Im letzten Jahr hätten 350.000 Menschen ihren christlichen Glauben öffentlich aufgegeben – so der Kardinal in seiner Predigt auf dem Annabergfest. Als Gründe hierfür nannte er neben persönlichen Gründen auch die mögliche Verärgerung über das allzu Menschliche in der Kirche unter uns.

Kardinal Gerhard Ludwig Müller hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach das Annabergfest besucht. Bergfeste sind für ihn Wallfahrtszentren, zu denen Menschen gerne zusammenkommen und in ihrem Glauben bestärkt werden. (nh)