Sulzbach-Rosenberg: 10 Jahre „Kuchenteig“

Die Witwe Bolte war Opfer des ersten und zweiten Streichs, der Schneider Böck des dritten und der Lehrer Lämpel des vierten Streichs… bei vielen von ihnen wird es jetzt im Kopf klingeln. Richtig, sie alle waren Opfer der beiden Lausbuben Max und Moritz. Und Wilhelm Busch ist sozusagen der Vater der beiden. 1865 wurde das Gesamtwerk in sieben Streichen erstveröffentlicht. Vor 10 Jahren gelang Johannes Hartmann, Stadtarchivar von Sulzbach-Rosenberg, in diesem Zusammenhang ein Sensationsfund: 10 Original Busch-Zeichnungen. Eine vollständige Bildergeschichte, die ihre Verwandtschaft mit dem sechsten Streich von Max und Moritz nicht leugnen kann und seitdem als Vorläufer von Max und Moritz gilt. Eine Ausstellung über Wilhelm Busch wurde heute in Sulzbach-Rosenberg eröffnet und soll an diesen Fund erinnern.

Es war der Sensationsfund schlechthin, als vor 10 Jahren – 100 Jahre zuvor war Wilhelm Busch gestorben – in Sulzbach-Rosenberg, genauer gesagt im Seidel‘schen Verlagsarchiv, zehn Original-Zeichnungen von Wilhelm Busch entdeckt wurden. Eine Bildergeschichte mit dem Titel „Kuchenteig“.
Die Ausstellung ist noch bis zum 13. April im Foyer der Sparkasse in Sulzbach-Rosenberg zu sehen. Und sie beschäftigt sich mit acht Fragen, zum Beispiel was Wilhelm Busch mit dem Seidel-Anwesen zu tun hat und wie seine Zeichnungen überhaupt nach Sulzbach-Rosenberg kamen. (sd)