Sulzbach-Rosenberg/Amberg: Aufruf zum gegenseitigen Respekt

Laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung gab es in den vergangenen fünf Jahren mehr als 1.000 Übergriffe auf Rettungs- und Sicherheitskräfte. Egal ob verbal oder körperlich. Die Dunkelziffer soll sogar noch deutlich höher liegen. Eine Kampagne mit dem Titel „Die Würde des Anderen achten“ soll genau für dieses Thema sensibilisieren. Eben sich gegenseitig zu respektieren. Wir sprechen heute mit Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdienst.

Denn: Straftaten gegen Rettungskräfte steigen seit 2011 massiv an, das belegen die Zahlen des Bayerischen Innenministeriums. Erst im Januar dieses Jahres wurde ein 31-Jähriger in Berlin zu einem Jahr Haft verurteilt, weil er drei Rettungssanitäter attackierte. Und auch bei uns in der Oberpfalz lassen sich solche Fälle beobachten: Ein Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes ist im vergangenen Jahr ins Gesicht geschlagen worden, als er zu einer Party in Grafenwöhr gerufen wurde. Doch worin liegen die Gründe und was kann dagegen unternommen werden. Die Kampagne „Die Würde des Anderen achten“ soll wachrütteln. BRK-Rettungsdienstleiter Erwin Gräml vermutet, dass der Grund in mangelndem Respekt liegen würde. Die beste Reaktion der betroffenen Einsatzkräfte sei es einfach zu bleiben. Ruhig zu reden, um damit eine Eskalation zu verhindern.

(sd)