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Sulzbach-Rosenberg: Energie aus Klärschlamm

Die Energiewende stellt den Wirtschaftsstandort Deutschland vor besondere Herausforderungen. Bereits heute decken Erneuerbare Energien gut ein Fünftel des Strombedarfs. Das Fraunhofer Institut in Sulzbach, hat jetzt ein neues Verfahren entwickelt. Das Thermo-Katalytische Reforming, kurz TCR. Derzeit testet man das Verfahren im Fraunhofer Institut in Sulzbach-Rosenberg mit Hilfe eines Versuchsaufbaus.

Dabei werden mit dem Einsatz von überschüssigem Strom aus erneuerbaren Quellen und durch die Zuführung von organischen Reststoffen qualitativ hochwertige und lagerfähige Energieträger
verschiedener Art erzeugt. Bei dem Verfahren werden die Einsatzstoffe zunächst pyrolytisch aufgeschlossen. Durch integrierte katalytische Schritte können Produkte von bisher einzigartiger Qualität erzeugt werden. Insgesamt werden 75 Prozent des eingesetzten Energieinhalts in biogene Produkte von höchster Qualität umgewandelt. So wird reines Öl und hochwertige Biokohle erzeugt, das Produktgas eignet sich direkt für den Einsatz in einem Blockheizkraftwerk aber auch für die Koppelung an Syntheselinien.

Die Idee hierfür stammt von Prof. Dr. Andreas Hornung, dem Leiter von Fraunhofer UMSICHT in Sulzbach-Rosenberg. Bereits Anfang der 90er Jahre begann die Idee für TCR bei ihm zu reifen. Umgesetzt wurde sie jetzt in Sulzbach in Zusammenarbeit mit dem Abteilungsleiter für Energietechnik bei Fraunhofer UMSICHT Dr.-Ing. Robert Daschner.

(ac)