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Sulzbach-Rosenberg: Rentner schießt aus Angst durch Schlafzimmertür

Ein 76-jähriger Rentner hat am Dienstag gegen 01:15 Uhr die Polizei angerufen. Er befürchtete, dass Einbrecher in seiner Wohnung seien. Er teilte am Telefon gleich mit, dass er mit seiner Pistole einen Schuss durch die Schlafzimmertür abgegeben habe.

Eine Streifenbesatzung der Polizei fuhr zum Zweifamilienhaus im Stadtteil Loderhof und machte unter besonderer Beachtung der Eigensicherung auf sich aufmerksam. Der 76-Jährige, der offensichtlich noch etwas verängstigt war, bat die Beamten in seine Wohnung. Er zeigte ihnen die Pistole, mit der er durch die geschlossene Schlafzimmertür geschossen hatte. Es konnten deutliche Spuren, die das Projektil hinterlassen hatte, festgestellt werden.

Der Rentner gab an, dass er geglaubt hätte, dass sich Einbrecher in seiner Wohnung aufgehalten hätten, weshalb er zur Waffe gegriffen hat.

Bei der weiteren Überprüfung konnte die Polizei aber keinerlei Hinweise oder Spuren feststellen, die diese Annahme stützten. Offensichtlich war der Senior in Panik geraten und hatte abgedrückt. Danach hat er selbst die Polizei verständigt.

Das Projektil war, nachdem es das Türblatt durchschlagen hatte, durch den Flur gesaust und in der gegenüberliegenden Wand steckengeblieben.

Neben dieser Pistole war der 76-Jährige noch rechtmäßig in Besitz eines Revolvers und eines Gewehres. Darüber hinaus besaß er noch 75 Schuss dazugehörige Munition.

Eine entsprechende Waffenbesitzkarte konnte er ebenfalls vorweisen.

Da der Senior auf die Beamten einen psychisch instabilen Eindruck machte, wurden die Waffen nebst der Munition sichergestellt. Sie werden dem Landratsamt zur weiteren Prüfung, inwieweit der Rentner zum Waffenbesitz geeignet ist, übergeben.

Der Sohn des 76-Jährigen wurde zur weiteren Betreuung seines Vaters verständigt.