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Theisseil: Warum ist das Trinkwasser verseucht?

Fließendes Trinkwasser aus der Leitung ist für uns selbstverständlich. Wir drehen einfach den Wasserhahn auf und unmittelbar danach bekommen wir Wasser, das wir ohne Bedenken trinken können oder womit wir den Salat waschen, Zähne putzen, das Geschirr spülen können und und und. Ein Luxus, den die Menschen in Theisseil und den Dörfern drum herum gerade sehr zu schätzen lernen. Denn sie müssen derzeit ihr Trinkwasser abkochen. Der Grund: Verseuchung durch Coli-Bakterien.

Die Dörfer rund um Theisseil im Landkreis Neustadt an der Waldnaab werden vom Muglhofer Hochbehälter mit Wasser versorgt und darin wurden Coli-Bakterien festgestellt. Der Behälter wurde daraufhin gesäubert. Am Mittwoch wurde erneut eine Probe entnommen. Das Ergebnis: keine Belastung mehr mit Coli-Bakterien. Entwarnung kann aber trotzdem noch nicht gegeben werden. Gestern hat die Feuerwehr die Leitungen gespült und für heute und Montag waren weitere Proben vorgesehen. Sollten auch diese ergeben, dass das Wasser nicht mehr belastet ist, könnte also frühestens am Mittwoch Entwarnung gegeben werden. Vom Zweckverband hieß es heute, es werde mit Hochdruck daran gearbeitet, dass die Verbraucher möglichst schnell wieder einwandfreies Trinkwasser bekämen.

Was die Ursache für die Coli-Bakterien im Wasser der Muglhofer Gruppe ist, ist noch unklar. Bei einer Probe vom 19. Juli hatte es noch keine Belastung gegeben. Erst nach den Bauarbeiten zur Erweiterung des Rohrnetzes wurde dann eine geringe Belastung mit Coli-Bakterien festgestellt und das Abkochgebot an die knapp 650 Haushalte ausgesprochen. Besonders schlimm sei das belastete Wasser für Infektanfällige Personen, so die Auskunft des Gesundheitsamtes Weiden. „Vor allem Kleinkinder, Säuglinge und Personen mit einer Abwehrschwäche haben ein höheres Erkrankungsrisiko“, heißt es darin. (ab)