Tierisches: Quessantschafe

Bei dem Namen der Tiere scheiden sich die Geister – doch ob sie nun Ouessantschafe, Quessantschafe oder einfach bretonische Zwergschafe heißen, spielt eigentlich keine Rolle. Feststeht: Sie sind zum Knuddeln.
Liesl und Loisl heißen die beiden Zwergschafe, die seit circa einem Monat im Gleitsbachtal-Tierpark in Irchenrieth bei Weiden wohnen. Und sie sind jetzt schon die neuen Lieblinge der Besucher.
Und auch die von Parkleiter Manfred Urban: Die beiden fressen ihm aus der Hand und horchen, wenn er ihre Namen ruft. Und sogar auf den Arm nehmen lassen sie sich von ihm – das ist angesichts ihrer Größe auch kein Problem.

Ungefähr zwei Jahre sind die beiden bretonischen Schafe schon alt – und reichen Manfred Urban doch nicht mal zum Knie.

Die kleinste Schafrasse Europas ist deshalb so winzig, weil sie von einer kleinen französischen Atlantikinsel stammt – dort haben die Schafe keine natürlichen Feinde und der Inselbewuchs ist recht karg. Seit fast 3000 Jahren gibt es die Rasse schon – doch die Umstände auf der Insel ließen sie nie größer werden. Höchstens einen halben Meter Widerristhöhe erreichen manche Böcke.

Im Tierpark Gleitsbachtal fühlen sich die beiden Quessantschafe richtig wohl, sie haben ein großes Gehege und eine saftige Wiese nur für sich. Auch an die Besucher haben sie sich schon gewöhnt und lassen sich streicheln. Nur füttern darf man die Zwergschafe nicht, da sind sie eine Ausnahme im Park. Ihre Mägen sind auf den kargen Bewuchs ihrer französischen Heimatinsel ausgelegt – deshalb sollen sie nichts vom Futter der Besucher abbekommen. (jl)