Oberpfalz TV

Tierisches: Weiße Hirschkälber im Wildpark Waldhaus Mehlmeisel

Seit sechs Wochen gibt es besonderen Nachwuchs im Wildpark Waldhaus Mehlmeisel. Drei weiße Hirschkälber. Betreiber Eckhard Mickisch freut sich besonders darüber, denn die Chance weißen Nachwuchs zu bekommen sei sehr gering gewesen – nämlich 1:10!
Auch wenn die kleinen Hirsche weißes Fell haben sind sie dennoch keine Albinos. Rote Augen haben sie nämlich nicht. Es handelt sich um eine besondere Unterart der Rothirsche.

Sie sind aber genauso wie ihre roten Artgenossen Pflanzenfresser. Auf dem Speiseplan stehen unter anderem Blätter, Rinde, Früchte aber auch Gräser. Zuhause sind sie vor allem da wo es ruhig ist.

Die Brunft ist im Herbst. Nach der anschließenden 9-monatigen Tragzeit bringen die Muttertiere im Mai oder Juni in der Regel ein Kalb zur Welt. Dieses wird meist bis ins nächste Jahr hinein gesäugt. Der weiße Nachwuchs in Mehlmeisel integrierte sich gut in die Gruppe.

Weiße Hirsche sind in Deutschland nach wie vor selten. Hubertus ist sogar der einzige weiße Hirsch in Bayern. Tarnen können sie sich aufgrund ihrer Fellfarbe nur schwer in unseren Wäldern. Besser aufgehoben sind sie in Regionen, in denen es viel schneit. Trotzdem fühlen sie sich sichtlich wohl bei uns. (vs)