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Tirschenreuth: Beschluss Kreishaushalt 2017

Die Wirtschaft in Bayern boomt. Das wirkt sich auch auf die Oberpfalz aus. Überall wird investiert und gebaut – auch im Landkreis Tirschenreuth. Und das soll in diesem Jahr auch so bleiben. Trotz Schulden wird kräftig investiert, das sieht der Haushalt 2017 vor, der heute im Landratsamt in Tirschenreuth verabschiedet worden ist.

Es ist ein Rekordetat mit einem Gesamtvolumen von 82.568.890 Millionen Euro, der um 1,6 Millionen Euro höher ist als der Vorjahreshaushalt. Der Beschluss wurde einstimmig getroffen.

Ein häufiges Streitthema bei den Kreishaushalten ist die Kreisumlage. Nicht so in Tirschenreuth, zumindest 2017. Sie wird um einen Prozentpunkt auf 46,25 Prozent gesenkt.

Für die Weiterentwicklung des Landkreises sei es wichtig, trotz Schulden zu investieren. Dafür werden in diesem Jahr knapp 12 Millionen Euro in die Hand genommen. Sie fließen unter anderem in Schulen, wie die Berufsschule Wiesau, in den Straßenbau und in den Umbau der Räume des Landratsamtes Tirschenreuth.

Die Investitionen schlagen mit einer Netto-Neuverschuldung von knapp 900.000 Euro zu Buche. Allerdings hoffe man erneut auf eine Stabilisierungshilfe vom Freistaat Bayern, von der ein Teil für die Schuldentilgung verwendet werden könne. Somit könnte ein erneuter anstieg des Schuldenstandes von derzeit gut 18,2 Millionen Euro verhindert werden.

Für die kommenden Jahre prophezeite der Landrat, dass die Verschuldung zwangsläufig wieder ansteigen werde. In Zukunft stünden nämlich Baumaßnahmen wie die Generalsanierung der Dreifachturnhalle in Tirschenreuth an, die ohne Kredite nicht finanziert werden könnten. (ab)