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Tirschenreuth: Stadt bekommt Gartenschau 2022 NICHT

Die Stadt Tirschenreuth ist aus dem Rennen um die Gartenschau 2022. Die Stadt Freyung in Niederbayern hat den Zuschlag für die Ausrichtung der Gartenschau bekommen. Das teilte die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf Tirschenreuths Bürgermeister Franz Stahl heute in einem OTV vorliegenden Schreiben mit.

Die Entscheidung sei demnach schwer gefallen, da das Konzept für die Gartenschau in Tirschenreuth sehr interessant sei, so die Ministerin. Den Ausschlag für Freyung gab die Tatsache, dass dort die stärksten städtebaulichen und grünplanerischen Defizite zu lösen seien und hiermit die Gartenschau den größten Mehrwert erzielen könne.

Bürgermeister Franz Stahl zeigte sich enttäuscht, gratulierte aber gleichzeitig seinem Amtskollegen Dr. Olaf Heinrich aus Freyung und bot seine Hilfe bei Fragen der Vorbereitung und Durchführung an.

Hier das Statement der Stadt Tirschenreuth zu der Entscheidung:

Heute um 10.08 Uhr kam per Telefax die Nachricht aus dem Bayer. Umweltministerium, dass die Gartenschau 2022 in Freyung stattfinden wird. Das hat im Tirschenreuther Rathaus natürlich keine Begeisterung ausgelöst. Schließlich ist man nach wie vor vom eigenen Konzept „360°“ überzeugt.

Ausschlaggebend für die Entscheidung war, wie es Staatsministerin Ulrike Scharf formuliert, „dass in Freyung die stärksten städtebaulichen und grünplanerischen Defizite zu lösen sind“. Man sei der Empfehlung des Fachbeirates der Gesellschaft zur Förderung der Landesgartenschauen gefolgt.

Bürgermeister Franz Stahl blickt indes schon wieder nach vorne. Es sei erklärtes Ziel der Stadt, das vorliegende Konzept auch umzusetzen, wenn auch in kleineren Schritten. „Tirschenreuth – die Stadt am Wasser“ wird also auch ohne Gartenschau Realität werden. Der große Vorteil dabei ist, dass die im Konzept überplanten Grundstücke ohne Ausnahme bereits im Besitz der Stadt sind und eine erstklassige Planung vorliegt.

Franz Stahl lebt in Tirschenreuth getreu seinem Motto „Stillstand ist Rückschritt“ positives Denken vor und hat, zusammen mit dem Stadtrat, damit schon große Erfolge im städtebaulichen Bereich verzeichnen können. In der Kreisstadt geht es also weiter voran.

Seinem Freyunger Bürgermeister-Kollegen hat Franz Stahl übrigens unmittelbar nach Eingang der Entscheidung gratuliert und auch gleich Hilfe und Unterstützung angeboten. Schließlich weiß man in Tirschenreuth, „wie Gartenschau geht“.