Tirschenreuth: Wie geht es weiter bei der Afrikanischen Schweinepest & den Hallenbädern

Rund 20 bestätigte Fälle gibt es – in Brandenburg ist die Afrikanische Schweinepest ausgebrochen. An immer mehr Feldrändern, Bachläufen oder sogar in Gärten werden tote Wildschweine gefunden, so ein Sprecher des dortigen Gesundheitsministeriums. Das Sperrgebiet ist dort auf 60 Kilometer erweitert worden. In diesem Gebiet sind aktuell die Jagd und Landwirtschaft verboten. Damit will man die Übertragung auf Hausschweine verhindern. Und auch hier in Bayern ist die Afrikanische Schweinepest ein großes Thema. Die Bayerische Regierung zahlt inzwischen 100 Euro Prämie für die Erlegung von Frischlingen, damit in Bayern die Gefahr der Afrikanischen Schweinepest verringert wird.

Im Landkreis Tirschenreuth wird eine Prämie von 30 Euro gezahlt. 123 der 199 Jagdreviere sind Teil der Reduktion der Schweinedichte im Landkreis Tirschenreuth. Insgesamt sind 1.794 Frischlinge erlegt worden. Dafür zahlte der Landkreis rund 42.500 Euro Aufwandsentschädigung. Bis März 2021 soll die Entschädigung weiter laufen. Danach werde nochmals darüber diskutiert. Die Fortfinanzierung werde künftig davon abhängen, wie sich die Situation im Nachbarland Tschechien und in Deutschland entwickelt.

Weiteres Thema bei der Kreisausschusssitzung – die Öffnung der kreiseigenen Hallenbäder. Dazu hat jetzt der Kreisausschuss das neue Hygienekonzept abgesegnet. Bei einer Öffnung wären Dampfbad, Kinderbecken, Liegebereich und Whirlpool gesperrt. Die Hallenbäder würden zudem nur an 5 Tagen für jeweils zwei Stunden pro Tag öffnen. Diese Woche wird mit dem Schulschwimmunterricht begonnen. Zudem öffnen die Hallenbäder für Vereine. Anfang Oktober werden die kreiseigenen Hallenbäder wahrscheinlich für die Öffentlichkeit öffnen.

Mit der Öffnung solle wieder ein Stück Normalität in den Landkreis einkehren. Dafür werden Kosten in Höhe von rund 15.000 bis 20.000 Euro fällig – das Geld stelle der Kreisausschuss aber gerne zur Verfügung.

(sh)