Urlaub 2021: Welche Erwartungen und Ansprüche Reisewillige jetzt haben

Seit mehr als einem Jahr läuft der Tourismus inzwischen auf Sparflamme. Grund dafür sind die mit der Pandemie verbundenen Ausgangs- und Reisebeschränkungen. Diese Lockdowns auf der ganzen Welt machen den Reisewilligen, wie Presseportal.de berichtet, zu schaffen. Damit verbundenes Fernweh ist jedenfalls weit verbreitet: Beinahe die Hälfte der deutschen Bundesbürger würden innerhalb der nächsten zwölf Monate gerne eine Urlaubsreise im In- oder Ausland unternehmen. Gleichzeitig stellen die Urlaubsfreudigen hohe Ansprüche und Erwartungen an die bevorstehenden Ferien.

Touristen wünschen sich bei Auslandsreisen mehr Unterstützung
Angesichts der wechselnden Quarantänepflichten haben es Touristen aktuell schwer, im Regel-Wirrwarr den Überblick zu behalten. Vor dem Reiseantritt macht es also Sinn, sich auf den Seiten des Auswärtigen Amtes über die jeweiligen Einreisebestimmungen zu informieren. Auch der Blick auf aktuelle Nachrichten, die beispielsweise auf nachrichten-heute.net erscheinen, hilft dabei, auf dem Laufenden zu bleiben. Für Sonnenhungrige etwa werden beliebte Ausflugsziele wie der Gardasee oder die Südtiroler Alpen bald wieder erreichbar sein. Auch die Spanier öffnen ihr Land langsam wieder für den Tourismus, da viele Teile des Landes nicht länger als Risikogebiete gelten. Urlaubsreife Deutsche, die etwa auf die Balearen oder aufs Festland reisen wollen, müssen dennoch einen aktuellen, negativen PCR-Test vorlegen und ein Formular ausfüllen.

Hauptsache Abwechslung: Verschiedene Urlaubsziele stehen hoch im Kurs
Anders als vor der Pandemie kommt es vielen Urlaubsreifen gar nicht darauf an, ins Ausland zu reisen. Vielmehr zeigen sie sich auch für bekannte Reiseziele im eigenen Land, etwa die Ost- oder Nordsee Inseln, offen. Gut die Hälfte der Befragten möchte einfach nur raus aus dem Alltag, 41 Prozent würden im Gegenzug zu einem ausgedehnten Urlaub sogar bis zu vier Wochen lang auf Sportveranstaltungen verzichten. Immerhin noch 39 bzw. 37 Prozent würden das Online-Shoppen temporär aufgeben oder zeitweise ihren Social-Media-Aktivitäten entsagen. Für die meisten Bundesbürger sei ein ausgedehnter Urlaub inzwischen sogar erfüllender als materielle Güter wie beispielsweise ein neues Smartphone.

Auch im Hinblick auf die Reiseart zeigen sich die meisten Befragten flexibel: Ein Großteil hält an dem beliebten Badeurlaub am Strand fest, während jeweils ein Drittel entweder einen Städtetrip plant oder eine Kleinstadt erkunden möchte. Viele Urlaubswillige haben zudem den Anspruch, das Reiseziel möglichst mit dem Auto zu erreichen.

Welche Ansprüche Reisewillige bei der Urlaubsplanung haben
Bei der Reiseplanung legen viele der Urlaubsreifen größten Wert auf Sauberkeit. Neben den Hygienerichtlinien sind den geneigten Urlaubern flexible Stornierungsbedingungen wichtig, um im Fall der Fälle nicht auf ihren gebuchten Zimmern sitzen zu bleiben. Damit verhält sich dieser Trend entgegengesetzt zum Jahr 2020, in dem die Mehrzahl der Urlauber durchaus auch ein nicht erstattungsfähiges Zimmer gebucht hätte.

Auch an die Unterkunft an sich stellen die Interessierten teilweise höhere Ansprüche als vor der Pandemie. So sehen viele Reisenden noch Verbesserungspotenzial bei kinder- und hundefreundlichen Hotels. Auch erwarten sie gewissermaßen eine technisch hochwertige Ausstattung. Nicht zuletzt durch die produktive Arbeit im Home-Office legen viele Menschen selbst am Urlaubsort auf eine stabile Internetverbindung Wert. Viele wären sogar bereit, einen Aufpreis zu zahlen, wenn sie im Gegenzug im Hotel auf Highspeed-Internet zugreifen könnten, um beispielsweise Streamingdienste zu nutzen.

Reisende orientieren sich an Bewertungen anderer
Vertrauen steht im Vergleich zur Normalität vor der Pandemie stärker im Vordergrund. Viele Reisende wollen vertrauensvoll reisen und bei Anbietern buchen, die transparent und klar kommunizieren. Diesbezüglich machen einige Gäste ihre Reise stärker als vor der Pandemie von Bewertungen abhängig. Viele sind sich einig, dass Betreiber von Unterkünften sich folglich auf jeden Fall zu negativen Bewertungen äußern sollten.

Mehrheit möchte in den Sommermonaten verreisen
Obwohl sich die Reiseansprüche als solche verändert haben, sind einige Aspekte gleich geblieben. Einer davon betrifft den Reisezeitraum. Noch immer halten es nur wenige Urlauber für erstrebenswert, in den Wintermonaten zu verreisen. Viel lieber reisen sie in den Sommermonaten, wo es in den meisten Ländern angenehm warm ist. Den Haupturlaub möchte fast die Hälfte der Bundesbürger innerhalb Europas verbringen, beinahe jeder Zweite (47 Prozent) davon im eigenen Land an den deutschen Küsten. Im Ausland sind “typisch” mediterrane Sehnsuchtsorte wie Spanien, Italien oder Griechenland sehr beliebt.

Die meisten Reisewilligen haben vor, in den Monaten Juli bis September wegzufahren. 18 Prozent könnten sich die Urlaubsreise sogar schon im Frühsommer bis Juni vorstellen. Immerhin noch 13 Prozent zeigen sich offen dafür, im Herbst und Winter ab Oktober ihren Haupturlaub in die Ferne anzutreten.

(Bildquelle: Pixabay)