Ursensollen: Grammer AG will 300 Stellen abbauen

Die vorläufigen Zahlen für das dritte Quartal 2020 zeigen, dass sich die Grammer AG in Bezug auf die operative Ergebnisqualität deutlich verbessert hat. Allerdings belasten geplante Restrukturierungmaßnahmen das Ergebnis.

Auf Basis der vorläufigen Zahlen erwartet die Grammer AG für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2020 einen Konzernumsatz von rund 458 Millionen Euro und damit rund acht Prozent weniger als im Vorjahresquartal – hier lag es bei 498,1 Millionen Euro. Diese Umsatzentwicklung stellt eine signifikante Erholung im Vergleich zum ersten Halbjahr dar, das maßgeblich von den wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie belastet war, so der Grammer-Vorstand.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wird durch Sondereffekte insbesondere im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen von rund 12 Millionen Euro belastet und beläuft sich voraussichtlich auf rund 6 Millionen Euro (Vorjahr: 11,7 Millionen Euro). Das um die Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives EBIT) wird im dritten Quartal voraussichtlich rund 22 Millionen Euro betragen und damit deutlich über dem Vorjahreswert liegen, das vor einem Jahr bei 9,1 Millionen Euro lag.

Die Restrukturierungsmaßnahmen umfassen unter anderem die Konsolidierung von Standorten in Europa und Nordamerika sowie einen Stellenabbau im indirekten Bereich mit dem Schwerpunkt in Deutschland, der möglichst sozialverträglich bis Mitte 2021 umgesetzt werden soll. Rund 300 Stellen sollen deutschlandweit abgebaut werden. Rund um Amberg sollen gut ein Drittel der 300 Stellen wegfallen. Dafür soll ein Freiwilligenprogramm aufgenommen werden, sodass der Stellenabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen ablaufen wird, heißt es von den Verantwortlichen.

(vl)