USA/Regensburg: Amtseinführung von Joe Biden – was bedeutet das für Ostbayerns Wirtschaft?

Jetzt ist es amtlich – seit heute Abend (deutscher Zeit) ist der Demokrat Joe Biden der Präsident der Vereinigten Staaten.

Nach einem langen Wahlkampf löst er den Republikaner Donald Trump, der vier Jahre in den USA regierte, nach nur einer Amtszeit ab. Biden ist nun der 46. Präsident der Vereinigten Staaten. Doch was bedeutet das für Ostbayerns Wirtschaft? Laut Pressemitteilung der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim pflegen mehr als 300 Unternehmen aus der Oberpfalz und dem Landkreis Kelheim enge Geschäftsbeziehungen mit den USA. Im Maschinenbau, sowie in der Herstellung von Glas, Keramik und Kunststoffwaren liegen hierbei die Branchenschwerpunkte.

Ostbayerns Unternehmen blicken laut Pressemitteilung optimistisch in die Zukunft. Thomas Hanauer, der Vorsitzende des Ausschusses International der IHK Regensburg resümiert: „Unsere Exportwirtschaft hat in den Jahren der Trump-Administration weiterhin auf den US-amerikanischen Markt gesetzt. Sie kann nur daran anknüpfen und hofft auf Stabilisierung.“ Und tatsächlich – zwischen den Jahren 2016 und 2019 sind laut Pressemitteilung die bayerischen Exporte in die USA gestiegen. Es gab einen Anstieg von von 20,5 Milliarden Euro auf rund 21,3 Milliarden Euro – das entspricht einem Anstieg von 3,9 Prozent.

Jedoch beklagten sich deutsche Unternehmen, bei der Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) „Going international“ aus dem Frühjahr 2020, über ihre Auslandsgeschäfte. 50 Prozent der Unternehmen meldeten, dass die Handelshemmnisse zunehmen würden. Ein Drittel der Betriebe die Handelsbarrieren feststellen beklagt, dass sie von zusätzlichen US-Zöllen betroffen sind.

Laut IHK Regensburg erhoffen sich die Unternehmen von der neuen US-Regierung Rahmenbedingungen mit Kontinuität und ein Bekenntnis zum Freihandel. Außerdem sei eine Stabilisierung des Außenhandels mit den USA von großem Interesse. Das Handelsvolumen sank deutschlandweit im Vergleich zum Vorjahresmonat nämlich um 10,5 Prozent ab. (lm)