Vilseck: Keine Angst vorm Abzug der US-Truppen

Wenn Mutter und Tochter die gleiche Leidenschaft teilen. Manuela und Tochter Lisa betreiben in Vilseck ein gemeinsames Tattoo-Studio. Doch die Zukunft des Studios ist noch offen. Der Grund dafür ist der Abzug der US-Soldaten.

Manuela und Lisa aus Vilseck, Mutter und Tochter, die zusammen ein Tattoo-Studio betreiben. Die Leidenschaft der Mutter ist auf die Tochter übergegangen und außerdem auch das Talent. Das Studio läuft gut, beide sind auf Monate ausgebucht. Dennoch scheint die Zukunft des gemeinsamen Studios ungewiss. Der Grund: Der Abzug der US-Soldaten.

Kunden aus der ganzen Welt
Manuela tätowiert seit rund 25 Jahren, Lisa seit knapp fünf. Manuela hat sich im Laufe der Jahre im Bereich der Polynesischen Tattoos weltweit Bekanntheit verschafft. Ihre Kunden kommen aus der ganzen Welt zu ihr nach Vilseck, um sich tätowieren zu lassen. Deshalb stelle sie der geplante Abzug der US-Truppen dieses Mal nicht vor allzu große Probleme. Anders war das noch vor Jahren beim Abzug der Truppen für den Irak-Krieg. Das habe sie damals an dem Rande ihrer beruflichen Existenz geführt.

Vertrauen in sich und ihre Fähigkeiten
Heute hat sich ihre Tochter Lisa vor allem bei in Deutschland stationierten US-Amerikanern einen Namen gemacht. Die Nachricht vom geplanten Abzug der US-Truppen aus Deutschland wurde hier demnach verständlicherweise nicht mit Begeisterung aufgenommen. Nach einem ersten Schock blickt Lisa dennoch optimistisch in die Zukunft.

Oberpfälzer Heimat: Polynesische Tattookünstlerin

 Sie habe zwar laut eigener Aussage um die 90% US-Amerikaner als Kunden, sei deswegen aber auch im Moment auf Monate ausgebucht. Würden die Amerikaner wirklich gehen, ist sie zuversichtlich, dass Deutsche Kunden, denen sie jetzt keinen Termin geben kann, dann die Lücke füllen werden. Zuversicht geben ihr außerdem zwei Dinge. Zum einen, weil sie Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten hat, zum anderen, weil sie ihre Familie an ihrer Seite hat.

(ac)