Vohenstrauß: Betrunkener flüchtet nach Unfall mit einem Fahrzeug das es gar nicht geben dürfte

Der Fahrer eines BMW ist gestern Abend mit seinem Auto mehrmals gegen die Eingangstür der Raststätte Oberpfälzer Alb gefahren. Irgendwann gab er dann auf, wurde aber von der Polizei schnell ausfindig gemacht und konnte auf Höhe Vohenstrauß-West angehalten werden. Er war wohl deutlich alkoholisiert, was noch dazu kommt: Das Fahrzeug besteht aus Einzelteilen und müsste laut der Fahrzeugidentifizierungsnummer ein Totalschaden sein. Komisch, der Fahrer war also mit einem Auto unterwegs, das es genau genommen gar nicht geben dürfte.

Bei dem Fahrer handelt es sich um einen 32-jährigen Belgier. Nachdem der Atemalkoholtest nicht unerheblich war, ist eine Blutentnahme durchgeführt worden.

Er muss sich jetzt wegen Unerlaubtem Entfernen vom Unfallort und Gefährdung des Straßenverkehrs in Folge von Alkohol verantworten. Bevor der Mann dann nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen wurde musste er nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft zur Sicherheit einen Geldbetrag zur Absicherung der zu erwartenden Strafe hinterlegen.

Damit aber nicht genug. Wie die Polizei feststellte ist die Fahrgestellnummer für ein Fahrzeug vergeben, das nach bisherigen Erkenntnissen ein Totalschaden ist. Eine Vielzahl von Teilen an und in dem Fahrzeug passen nach den überprüfbaren Teilenummern nicht zu dem Fahrzeug. Es kann sich ggf. um ein entwendetes Fahrzeug handeln in das die Rahmennummer des totalbeschädigten Fahrzeugs eingebracht wurde.

Der Halter des Fahrzeugs war nach der Anhaltung des Betrunkenen mit einem anderen Fahrzeug ebenfalls zu der Kontrollstelle gefahren. Nach seinen Angaben habe er das Fahrzeug vor über einem Jahr gekauft. Die Ermittlungen hierzu sind laut Polizei aufwändig und werden Zeit in Anspruch nehmen. Der Fahrzeuginhaber, ein 50-jähriger Belgier, sieht sich nun einem Anfangsverdacht wegen Urkundenfälschung und Hehlerei gegenüber. Auch er wurde nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Die Verkehrspolizeiinspektion Amberg und die Kriminalpolizei Weiden haben in beiden Fällen die Ermittlungen übernommen.

(sd)