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Wackersdorf: Geschichte erleben bei „Berggeistwanderung“

Das Oberpfälzer Seenland ist eines der, wenn nicht vielleicht sogar das touristische Aushängeschild der nördlichen Oberpfalz. Zwei der beliebtesten Seen sind der Steinberger und der Murner See bei Wackersdorf. Doch wussten sie eigentlich, dass beide ihren Ursprung im Braunkohleabbau Ende des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts haben? Genau daran erinnert man in Wackersdorf mit den sogenannten „Berggeistwanderungen“.

Der Grubenaufseher und Steiger Anton Bauer wurde wegen seines weißen Bartes und den nächtlichen Kontrollen, bei denen er unangemeldet vor den Bergarbeitern stand, auch der Berggeist genannt. Um an ihn aber vor allem auch generell an den Braunkohleabbau in Wackersdorf zu erinnern, wurden vor inzwischen sieben Jahren die Bergeistwanderungen ins Leben gerufen.

Durch die Wanderungen möchte man auch heutigen Generationen weitergeben, wie Wackersdorf zu dem wurde, was es heute ist. An verschiedenen Stationen auf der rund 4,5 Kilometer langen Wanderung erklären Fritz Falter und Willibald Braun vom Knappenverein Wackersdorf, wie die Region um Wackersdorf zum zweitgrößten Braunkohlefördergebiet Deutschlands wurde und so der Grundstein für den heutigen Industriestandort geschaffen wurde. (ac)