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Waidhaus: Trommeln gegen Temelin

Am Ostermontag trafen sich Atomkraftgegner aus Deutschland, Tschechien und Österreich im Grenzort Waidhaus, um lautstark auf die Gefahren der Atomkraft aufmerksam zu machen. Unter dem Motto „Trommeln gegen Temelin“ machten sie sich erneut für die Abschaltung des maroden tschechischen Atomkraftwerks Temelin I stark.

Ehrengast und Rednerin war die Landesvorsitzende vom Bündnis 90/DIE GRÜNEN Sigi Hagl. In Ihrer Rede betonte sie, dass es mit dem beschlossenen Atomausstieg 2022 noch lange nicht getan sein. Ganz im Gegenteil sei es wichtig, sich weiterhin gegen Atomenergie stark zu machen. Atomkraft sei unberechenbar und es sei unsere Aufgabe in Zukunft Katastrophen wie Tschernobyl zu verhindern. Genau deshalb müsse Temelin I abgeschaltet werden. Die Schäden und Mängel die dort vorliegen, seien seit langem bekannt und dokumentiert. Nur 60 Kilometer hinter der deutsch-tschechischen Grenze liegend, stelle das marode Kraftwerk auch für Bayern und die Oberpfalz eine ernstzunehmende Gefahr dar. Ein Super-GAU mache nicht an nationalen Grenzen halt.

Unter dem Titel „Temelin 1 sofort stoppen, gefährliche Schweißnähte untersuchen“ hat man auch eine Petition gestartet. Diese will man noch vor der Sommerpause an die Bundesumweltministerin überreichen. 78.000 Menschen haben bereits unterschrieben.

(ac)​