Waldeck: Glockenturm als Erinnerung an das „Jahrhundertereignis“ Glockenguss

Stück für Stück wird sie wieder aufgebaut: Die zerstörte Burganlage auf dem Schlossberg in Waldeck. Seit vier Jahrzehnten legen die Mitglieder des Heimat- und Kulturvereins die Anlage, die zu den ältesten Burgen der Oberpfalz zählt, wieder frei und bauen sie in weiten Teilen wieder auf. Herzstück dabei: Die St. Ägidius-Kapelle. Und für die wurde vor fünf Jahren in einem einzigartigen Glockenschauguss eine neue Glocke gegossen.

Ein Jahrhundertereignis, wie es immer genannt wurde, an das nun in Waldeck erinnert wird. Denn genau an der Stelle, an der einst die Glocke gegossen wurde, steht nun ein kleinerer Glockenturm mit Glocke. Diese Spende der Hollerhöfe Waldeck soll nun dauerhaft an das besondere Ereignis vor fünf Jahren erinnern.

Festgottesdienst fiel ins Wasser
Die damals gegossene Glocke hängt seitdem am Glockenturm in der Burgruine. Genauer: in der St. Ägidius-Kapelle. Eigentlich sollte gestern genau hier – fünf Jahre nach der Glockenweihe und im Jahr, in dem sich der Todestag des Heiligen Ägidius zum 1.3000 mal jährt – ein Festgottesdienst gefeiert werden.

Doch der Gottesdienst draußen fiel wortwörtlich ins Wasser und musste kurzerhand in die Kirche verlegt werden. Der guten Erinnerung an den Glockenschauguss tat dies jedoh keinen Abbruch.

(nh)