Waldsassen: 4 Millionen Euro für Kloster

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages bewilligt 4 Millionen Euro für das Kloster Waldsassen. Das haben  Bundestagsabgeordneter Alois Karl, Uli Grötsch und Albert Rupprecht in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Die Freude bei Äbtissin Laetitia Fech ist groß.

„Wir freuen uns wirklich sehr über ein äußerst positives Ergebnis der entscheidenden Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages: Der Bund wird das Kloster Waldsassen in außergewöhnlich hohem Maße unterstützen“, informieren MdB Alois Karl und Albert Rupprecht aus Berlin.

„In der Bereinigungssitzung haben wir nicht nur die letzten Änderungen am Bundeshaushalt 2021 vorgenommen, sondern zugleich die Voraussetzungen für eine massive Bundesförderung für anstehende Maßnahmen beim Kloster Waldsassen in Höhe von insgesamt 4 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren geschaffen“, berichtet Alois Karl aus der laufenden Sitzung des Haushaltsausschusses.

„Das Kloster mit seiner langen Geschichte ist ein nationales Kulturgut und leistet unter anderem mit seinem Kultur- und Begegnungszentrum großartige Arbeit in unserer Region. Die Förderung aus Berlin ist auch eine Anerkennung für die Bildungs- und Aufklärungsarbeit, die die Abtei leistet. Durch die weiteren Sanierungsarbeiten kann es auch für nachfolgende Generationen erhalten bleiben“, ist Uli Grötsch zuversichtlich.

Möglich wurde dieser Erfolg durch die intensive Zusammenarbeit von Albert Rupprecht als Wahlkreisabgeordnetem und Alois Karl als Bundestagsabgeordneter aus Neumarkt. Er ist als einziger der oberpfälzer Abgeordneten Mitglied des Haushaltausschusses und im engen Kontakt mit der Bundestagskollegin Patricia Lips, sie betreut im Haushaltsausschuss den Bereich Kultur. Die beiden oberpfläzer Abgeordneten konnten in enger Abstimmung mit Äbtissin Sr. Laetitia Fech, die zuständige Haushaltkollegin von der Notwendigkeit von weiteren Sanierungmitteln überzeugen. Die ersten Bauabschnitte wurden vom Bund bereits mit 4,2 Millionen Euro unterstützt. Die jetzige Finanzierung gewährleistet die Fortsetzung der notwendigen Arbeit in Waldsassen, Äbstissin Laetitia Ferch war dessentwegen den beiden Bundestagsabgeordneten äußerst dankbar.

Kloster sei bedeutendes Kulturgut
„Das Kloster Waldsassen ist ein Aushängeschild für unsere Heimat, dessen Strahlkraft bis weit in die Tschechische Republik hineinreicht. Es freut mich daher sehr, dass mit der erneuten Förderung des Bundes ein deutliches Zeichen gesetzt wird. Das Kloster Waldsassen prägt seit Jahrhunderten unsere Region und ist ein bedeutendes historisches Kulturgut, dessen Erhalt und die sinnvolle Weiternutzung rechtfertigen einen derartig massiven und ungewöhnlich hohen Einsatz von Bundesmitteln“, erklärte der für Waldsassen zuständige Wahlkreisabgeordnete Albert Rupprecht. „Das Kloster Waldsassen ist nicht nur ein spiritueller und kultureller Kristallisationspunkt für unsere Heimat. Durch die konsequente Sanierung der Abtei der letzten Jahre hat es auch die touristische Attraktivität der nördlichen Oberpfalz nachhaltig gesteigert.“

Hürden für Weiterentwicklung geräumt
Äbtissin Laetitia Fech zeigt sich begeistert von der frohen Kunde, die ihr Alois Karl und Albert Rupprecht überbrachten. Damit hat der Bund wichtige Hürden auf die Weiterentwicklung des kulturhistorisch bedeutenden Bauensembles und seine Anpassung an neue Herausforderungen aus dem Weg geräumt. Der Orden wolle auch künftig sein breites Engagement in Waldassen fortführen. Heute sind die Zisterzienserinnen über die Mädchenrealschule in der Erziehung und Bildung von über 420 Schülerinnen tätig, in der bedeutenden Stiftsbibliothek mit vielen tausenden von Besuchern jährlich, im Klosterladen, im Gästehaus St. Joseph, im Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen mit angeschlossener Umweltstation und in der Paramentenstickerei mit Kerzenwerkstatt. Die Schwestern wollen die Herausforderung annehmen, die Weichen dafür zu stellen, dass sie auch die Zukunft erfolgreich gestalten können.

Alois Karl und Albert Rupprecht kündigten an, dass sie in Abhängigkeit der Corona-Pandemie nächstes Jahr gemeinsam das Kloster Waldsassen besuchen wollen und dabei mit der Äbtissin Laetitia Fech weitere Details besprechen werden.

(tb / vl)