Was gilt es beim Optiker zu beachten?

Der Brillenkauf basiert auf Vertrauen zwischen Ihnen und dem Augenoptiker, der sich Zeit nimmt und Sie ausführlich berät. Nehmen auch Sie sich die Zeit, denn eine Brille ist sehr persönlich und kein Gegenstand, den Frau oder Mann jeden Tag kauft.

Viele Faktoren sind entscheidend für das Ergebnis einer optimalen und zielführenden Brille, deshalb ist eine vorgängige, umfassende Befragung und Beratung durch einen geduldigen und professionellen Augenoptiker unerlässlich, um die anschließende Refraktion (Brechwert der optischen Korrektion vom Auge um ohne Anstrengung klarzusehen) perfekt auszuführen.

Bei Migräne oder Heuschnupfen mit Augenirritationen sollte ein geplanter oder allfälliger Termin verschoben werden, weil sich diese Umstände negativ auf die Messung der Augen und damit auf die Brillenglasbestimmung auswirken können; ein Fehler bei der Refraktion ist in der fertigen Brille praktisch nicht korrigierbar. Die Folgen davon sind ein möglicherweise eingeschränkter Sehkomfort und die Sehkorrektur entspricht nicht der Realität, was wiederum zu einer Unverträglichkeit der Brille führen kann.

Legen Sie zudem Wert auf die Auswahl der Fassung und lassen Sie sich detailliert über Glasstärken, –Materialien und Veredelungen informieren.

Sprechen Sie mit Ihrem Augenoptiker, welcher sich gerne alle Zeit nimmt, und geben Sie ihm so viele Informationen wie möglich, er steht Ihnen gerne zur Seite, um für Sie das Optimum herauszuholen. Den besten Optiker in Ihrer Nähe finden Sie unter DeutscheOptiker.

 

Die Auswahl der Brillenfassung

Bei der Auswahl einer Fassung sollte der Fokus nicht nur auf das Aussehen, sondern auch auf den nachhaltigen Tragekomfort gerichtet werden. Die Brillenfassung darf auf der Nase oder hinter den Ohren nicht aufliegen, damit kein fühlbarer Druck durch das Gestell ausgeübt wird. Die Brillenbügel sollten so angepasst sein, dass auch nach längerer Tragzeit auf den Schläfen kein Druck zu spüren ist und das Gewicht nicht auf der Nase lastet. Eine Brillenfassung ist dann optimal positioniert, wenn sich die Augenbrauen entweder oberhalb oder genau hinter dem oberen Brillenrand befinden, sodass der Blick weder durch die Brillengläser noch durch den Rand von der Brillenfassung beeinträchtigt ist. Die ideale Größe von der Brillenfassung ist aus dem Augenabstand und der Größe von den Augenhöhlen gegeben und sollte nicht viel breiter sein als das Gesicht und keinesfalls mit den Wangenknochen in Berührung kommen, weil sich dadurch die Brillengläser beschlagen und Druckstellen im Gesicht entstehen können.

 

Das passende Brillenglas

Lassen Sie sich bei einer Erstbrille zum Thema Brillengläser und deren Unterschiede eingehend beraten. Bei einer größeren Verordnung, sprich einer höheren Dioptrien Zahl, können hochbrechende Materialien für die Herstellung von Brillengläsern eine gute Lösung sein, damit die Gläser nicht zu schwer und zu dick werden.

Nehmen Sie sich Zeit, nach der Refraktion mit den definierten Brillengläser in der Messbrille umher zu gehen und etwas zu lesen, damit der Augenoptiker die Möglichkeit hat, allfällige Korrekturen vorzunehmen, bevor die endgültige Bestimmung der Brillengläser erfolgt.

Der Augenoptiker informiert Sie auch gerne über die diversen Möglichkeiten der Brillenglasveredelung wie beispielsweise eine Entspiegelung. Die Beschaffenheit des Brillenglases ist entscheidend für den späteren Einsatz der Brille. Erfahrene Brillenträger können die Möglichkeit nutzen, um mit dem Optiker positives und negatives an der bisherigen Brille zu besprechen, möglicherweise sind es Kleinigkeiten, welche das Sehen mit der Brille entspannter machen.

 

Einstärken- oder Lesebrillen

Oftmals ist die erste Brille eine Lesebrille, wovon es zwei Varianten gibt, die normale Lesebrille mit der herkömmlichen Fassungsgröße und die Halbbrille mit einer „halbierten“ Fassung. Bei beiden Varianten wird entweder mit einem leicht nach unten gerichtetem Blick oder geradeaus durch die Gläser geschaut. Für die Stärke gelten bei beiden Varianten die optimalen Werte der normalen Sehentfernung.

 

Die Gleitsichtbrille

Gleitsichtbrillen sind kleine optische Meisterwerke. Dabei entsteht eine Brille, welche nahe an die ursprüngliche Sehkraft herankommt.
Gleitsichtgläser bedürfen einer besonderen Herstellung. Beim Schleifen der Glasoberfläche müssen verschiedene Funktionen integriert werden. Das Gleitsichtglas dient nicht nur für den Blick geradeaus, sondern auch für das optimale Sehen bei seitlichen sowie nach oben oder unten schauenden Blicken. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Augenoptiker detailliert beraten.

Das Gestell von einer Gleitsichtbrille sollte nicht zu klein sein, eine zu kleine Brillenfassung hat zu wenig für die verschiedenen Sehbereiche. Zudem sollte der Augenoptiker die Gleitsichtbrille vor dem Abholtermin anpassen, denn die genaue Zentrierung von den Brillengläsern in die neue Fassung ist von entscheidender Bedeutung, einige Millimeter von einer Fehlstellung können bereits Kopf- und Nackenschmerzen auslösen, auch die Gesamtwirkung ist nicht mehr gegeben.

 

Perfekter Durchblick – Perfekter Job

Bei einer Brille im Berufsleben spielt der sogenannte Arbeitsabstand zwischen dem Brillenglas und dem Objekt eine große Rolle, deshalb sollte vor dem Kauf einer Arbeitsbrille genau überlegt werden, welche verschiedenen Sehabstände, wie beispielsweise der Abstand zum Bildschirm, zu überblicken sind. Der Einsatzzweck bestimmt in der Regel auch über Kunststoff- oder Mineralglas. Möglicherweise empfiehlt es sich, mit einer Arbeitsbrille anstelle der Alltagsbrille zu arbeiten.

 

Sportbrillen

Auch bei Auswahl der idealen Sportbrille ist der Fokus auf den Verwendungszweck gerichtet. Eine Brille für den Radsport beispielsweise sollte einen effektiven Wind- und einen UV-Schutz durch die Biegung und Größe des Gestells aufweisen.
Sportler mit Helm sollten diesen zum Termin mitbringen. Für Skifahrer dagegen kann sich als Alternative zu Kontaktlinsen eine Zweitbrille lohnen.

 

Optimale Anpassung nach dem Kauf

Beim Abholtermin sollte Sie zusammen mit dem Augenoptiker noch einmal Folgendes prüfen:

• passen die Ausstattungsmerkmale
• stimmen die einzelnen Sehbereiche bei einer Gleitsichtbrille
• optimale Anpassung von der Brille an das Gesicht
• Seheindruck insgesamt

Eine neue Brille braucht immer eine gewisse Eingewöhnungszeit und sitzt dann perfekt, wenn Frau und Mann „vergisst“, dass sie eine tragen.

 

Quelle: pixabay.com