Weiden: AfD verurteilt Corona-Politik

Zu einem Bürgerdialog hat die Bayerischen Landesgruppe der AfD-Bundestagsfraktion in die Max-Reger-Halle nach Weiden eingeladen. Etwa 50 Zuhörer kamen. Thema war die aktuelle Corona-Politik in Deutschland und Bayern, die nach Auffassung der AfD völlig verfehlt, total überzogen und für Bund und Land gefährlich ist.

Die Abgeordneten Tobias Peterka (Bayreuth), Martin Sichert (Nürnberg) und Wolfgang Wiehle (München) legten in Kurzreferaten ihre Bedenken zu den Restriktionen dar. Die Medizin sei in diesem Fall schlimmer als die Krankheit, sprich die Maßnahmen gegen Corona gefährdeten durch die Schwächung der Wirtschaft, die finanziellen Verluste der Volksgemeinschaft und die Isolation von Bürgern die Gesellschaft mehr als es das Virus vermag. „Ich sehe das nicht, dass das Virus hochinfektiös ist“, so Veranstaltungsleiter Tobias Peterka. Dargelegte Zahlen seien übertrieben oder vom „Regierungsfunk“ unzureichend dargestellt. In vielen Medien käme die Warnung, dass die Politiker falsch lägen, viel zu kurz.
Merkel und Co betrieben Panikmache. Ziel sei es, weitreichende Einschränkungen und massive Eingriffe in Rechte durchsetzen zu können. „Man testet aus, wie weit man gehen kann“, so Martin Sichert.

Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder etwa, so ergänzte Wolfgang Wiehle, „möchte sich als besonders harter Hund profilieren“ wegen seines Wunsches, Kanzler zu werden. Die Rechnung dafür müsse aber das Volk zahlen.
Kritischen Fragen, etwa wie man sich die hohe Sterblichkeit im Ausland erkläre, wenn das Virus doch relativ harmlos sei, wichen die Referenten aus. Die Zahlen seien wohl definitiv übertrieben, zudem sei es ein riesiger Unterschied, ob jemand durch oder mit Corona sterbe, so Tobias Peterka. Generell erkenne man schon an, dass das Virus kritisch sein könne, aber wohl nur für ältere Menschen. Hier gelte es zum Beispiel in Altersheimen punktgenau zu reagieren und nicht 30-40-Jährige von der Arbeit abzuhalten. Denn sonst sei nach dem Lock Down der Arbeitsplatz flöten und so fahre man die Wirtschaft an die Wand und so betreibe man wirklich Panik.
In der Nähe der Max-Reger-Halle trafen sich mehrere Gruppierungen zu einer kleinen Gegendemo. Darin warnten Redner unter anderem davor, rechte Strömungen zu lange zu unterschätzen.

(gb)