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Weiden: Auftakt Fentanyl-Prozess

Seit heute muss sich eine 56-jährige Frau aus Weiden vor Gericht verantworten, weil sie in großem Maß Fentanylpflaster für ihren krebskranken Sohn besorgt hatte und einen Teil davon in der Drogenszene weiterverkauft hat. Unterschiedliche Ärzte hätten demnach das Rezept ausgestellt, das sie in unterschiedlichen Apotheken einlöste.

Innerhalb von 4 Jahren war dies nach Erkenntnis der Staatsanwaltschaft in 183 Fällen so. Nach einigen Toten durch Fentanyl kam ein Tipp aus der Drogenszene heraus, die auf die Täterschaft der Frau hinwiesen.

Am Vormittag gab es im Landgericht Weiden nach Prozessauftakt ein Verständigungsgespräch. Demnach räumte die Angeklagte die Taten in vollem Umfang ein. Ein Viertel der Pflaster sei im Drogenmilieu verkauft worden, dreiviertel davon sei an ihren Sohn gegangen, der das Fentanyl auskochte und sich dieses dann selbst spritzte. Der Vorsitzende Richter Walter Leupold stellte der Angeklagten nach dem Verständigungsgespräch eine Haft zwischen 5 Jahren 6 Monaten und 6 Jahren 6 Monaten in Aussicht.

Nach jetzigem Stand soll das Urteil am 14. April gesprochen werden.
(tb)