Weiden: CSU rechnet am Aschermittwoch ab

Er ist schon lange Tradition zum Abschluss der Faschingszeit: Der Politische Aschermittwoch. Auch in diesem Jahr lud der Kreisverband der CSU Weiden in den Postkeller. Wurde in der Vergangenheit dieser Abend oft genutzt um die politischen Mitbewerber auf’s Korn zu nehmen, schlug die Weidener CSU in diesem Jahr eher ernste Töne an. Themen waren dabei natürlich die Bundestagswahl und die zähen Koalitionsverhandlungen.

Der CSU-Kreisvorsitzende von Neustadt an der Waldnaab Stephan Oetzinger nutzte die Gelegenheit um nicht nur mit der SPD abzurechnen. Die SPD habe sich zwar anfangs beleidigt zum Schmollen zurückgezogen, am Ende jetzt dann aber doch Verantwortung übernommen. Sehr viel härter ging er mit der FDP ins Gericht. Eine Partei die sich so vor der Verantwortung drückt und ihre eigenen Interessen über die des Landes stelle, das sei in seinen Augen eine Partei die in Zukunft nicht mehr wählbar sei.

Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher betonte, dass der jetzt mit der SPD ausgehandelte Koalitionsvertrag hervorragend sei. Grade weil er die deutliche Handschrift der CSU trage. Die Bundestagswahl war aber bei weitem nicht sein einziges Thema an diesem Abend. Er sprach außerdem ausführlich und sehr emotional über das Thema Heimat und den Verlust unserer kulturellen Identität.

(ac)