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Weiden: Europa-Berufsschule erhält Schulprofil Inklusion

„Es ist normal, verschieden zu sein“ dieses Zitat von Richard von Weizsäcker hat sich die Europa-Berufsschule Weiden zum Motto gemacht. Ihr Ziel ist es, Schüler mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf gemeinsam zu unterrichten. Der Schule wurde jetzt vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst das Profil Inklusion verliehen. Die Europa-Berufsschule ist somit eine von 14 Staatlichen Berufsschulen in Bayern, die dieses Schulprofil haben.

Am 2. Oktober hat Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich die Urkunde offiziell überreicht. Die Europa-Berufsschule trägt das Schulprofil Inklusion rückwirkend zum 1. August. Sie ist eine von nur zwei Staatlichen Berufsschulen in der Oberpfalz, die dieses Profil haben.

Ohne ein engagiertes Team im Rücken wäre das undenkbar, erzählt Josef Weilhammer, der Schulleiter der Europa-Berufsschule. An der Schule gebe es viele motivierte Lehrer, die sich neben ihrem Beruf weiterbilden und beispielsweise Sozialpädagogik studieren.

Die Lehrer haben viele inklusive Elemente in den Schulalltag integriert. Egal ob ein zweiter Lehrer im Klassenzimmer oder ein Schüler als Tutor – man will gemeinsam an einem Strang ziehen. Inklusive Unterrichtselemente können die Lehrer auch in den Asylklassen anwenden, vor allem im Deutschunterricht. Denn die Europa-Berufsschule fasst den Begriff Inklusion noch etwas breiter. Auch das Verständnis für andere Kulturen und die Hilfe von Menschen, die Probleme mit dem deutschen Schulsystem haben, seien hier mit inbegriffen.

Die Auszeichnung mit dem Profil Inklusion dient nicht nur als Zeichen der Anerkennung, sondern soll zugleich ein Anreiz zur Weiterentwicklung des Themas in ganz Bayern sein. (ms)