Weiden: Floristen drängen auf Öffnung

Floristen fürchten nach der LockdownVverlängerung um den Berufsstand - Der Bayerische Gärtnereiverband Weiden und Umgebung richtet Brandbrief an die Politik.

Er gilt als der Patron der Liebenden, der Heilige Valentin, dessen Gedenktag am 14. Februar gefeiert wird. Obwohl der Brauch wohl eher auf die römische Götterwelt zurückgeht, seit Jahrhunderten stehen Blumen im Mittelpunkt des Valentinstags. Alljährlich der Umsatzhöhepunkt für die Floristen und Gärtner. Doch in diesem Jahr nicht - durch die verschärften Coronamaßnahmen sind die Blumengeschäfte geschlossen, anders als beim ersten Lockdown gilt die Branche nun nicht mehr als systemrelevant. Besonders besorgt zeigen sich die Gärtnereien im Raum Weiden - sie haben eine Art Petition zur raschen Öffnung eingereicht.

Da Blumen und Pflanzen verderblich sind, benötigt alles die übliche Pflege unserer Gärtner, wir können also weder komplett schließen noch Kurzarbeit anmelden", zeigt Andreas Glößner als Obermeister der Gartenbaugruppe Weiden und Umgebung im Bayerischen Gärtnereiverband die belastende finanzielle Situation der Branche auf.

Nun stehe das Frühjahrssortiment in den Startlöchern. Tausende Primeln, Bellis, Narzissen würden sich jezt in den Verkauf gehören. "Wenn der Lockdown nun weiterbesteht, wächst hier eine gigantische Welle an verdorbenen Pflanzen her, die nicht mehr regelbar sein wird und einen ganzen Berufsstand wegspült", schreiben Gärtner und Floristen aus Weiden und den Landkreises Neustadt an der Waldnaab und Schwandorf.

Es sei besser, die Einzelhandelsgeschäfte zu öffnen, um kontrollierbar mehr Abstand zu schaffen, anstatt den ganzen Käuferstrom in Lebensmittel-Discounter zu lenken, "wo sich alles drängt und unkontrolliert durchschiebt". Es gebe ein gutes Hygienekonzept, zumal es in den Gärtnereien viel Abstand und gut geläuftete Räume und Häuser gebe.

Man bekomme den Eindruck vermittelt, "die Politik hat Gefallen am Zusperren gefunden und weiß nichts anderes mehr". Die dennoch steigenden Infektionszahlen sollten doch Anlass sein zum Umdenken in der Politik, so die Gartenbaugruppe Weiden und Umgebung.

(gb)