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Weiden: Gemeinsam gegen Lärm

Wie viel Lärm ist zumutbar? Und vor allem: muss man den Lärm überhaupt jemandem zumuten? Die Kommunen und Städte entlang der Bahnstrecke Regensburg-Hof haben das jetzt gemeinsam diskutiert. Bei der 3. Fachkonferenz zur Elektrifizierung der Bahnstrecke Regensburg-Hof in Weiden wurden diese Themen erörtern.

Denn durch die beschlossene Elektrifizierung ist mehr Güterverkehr auf dieser Strecke zu erwarten. Die Lärmbelastung sei durch die Autobahn ohnehin hoch, der Bahnlärm mache die gesamte Strecke zu einem Lärmkorridor, so die Befürchtung. Landräte, Bürgermeister und Abgeordnete diskutierten über die Möglichkeiten einen Lärmschutz zu bekommen.

Denn bei den bisherigen Plänen des Eisenbahn-Bundesamtes zur Lärmsanierung ist die Strecke nicht berücksichtigt. Denn obwohl eine Lärmkartierung ergeben habe, dass die Lärmbelastung an manchen Stellen tatsächlich hoch sei, sei die Frequentierung nicht hoch genug, um Priorität bei der Sanierung zu haben. Beim Lärmsanierungsplan des Amtes heißt es:

„Die Lärmkatierung und die Auswertung der Öffentlichkeitsbeteiligung zeigen, dass in Deutschland viele Menschen von Schienenverkehrslärm betroffen sind. Eine sofortige Lärmsanierung des gesamten Schienennetzes ist sowohl aus technischen als auch aufgrund der Länge des Schienennetzes aus finanziellen Gründen nicht möglich, darum müssen die Entscheidungsträger Bahn und Bund Prioritäten setzen.“

Genau das warfen die Teilnehmer der Fachkonferenz in Weiden dem Amt vor. Denn durch die Elektrifizierung werde die Frequenz steigen. Da ist man sich sicher. Der Lärmschutz sei deshalb unumgänglich. Die Teilnehmer an der Fachkonferenz ließen sich deshalb unter anderem von einem Rechtsanwalt informieren, der ihnen die rechtlichen Möglichkeiten aufzeigte. (eg)