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Weiden: Gemeinsamer Kampf gegen Drogen

25 Menschen sind 2016 in Bayern an den Folgen von der Droge Crystal Meth gestorben, dass geht aus der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik hervor. Das ist die bislang höchste Anzahl an Drogentoten durch das Methamphetamin. Hergestellt wird das gefährliche Rauschmittel oft in tschechischen Drogenlaboren.

Die vermehrten Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz vor allem im Grenzraum sind nicht nur deutschen, sondern auch tschechischen Behörden ein Dorn im Auge. Deswegen will man auch auf juristischer Ebene gemeinsam an einem Strang ziehen.

Deshalb haben sich jetzt Richter und Staatsanwälte aus Weiden mit Vertretern der Staatsanwaltschaft Pilsen und dem Bezirksgericht Pilsen getroffen. Dies war in Miroslav Sedláček Augen, dem Präsident des Bezirksgerichts Pilsen, die Erfüllung der 2016 unterzeichneten Vereinbarung, welche die engere Zusammenarbeit festlegt.

Bei dem Treffen sollten die aus Pilsen angereisten Juristen Hintergrundwissen über den Aufbau des deutschen Strafsystems erfahren. Denn die Rechtssysteme seien sehr unterschiedlich, erklärt Markus Fillinger, Richter am Landgericht Weiden. Und dies könne gerade bei Rechtshilfeersuchen zu Problemen führen.

Die gemeinsame Fortbildung in Weiden soll erst der Anfang dieser vertieften Zusammenarbeit sein. Noch weitere Treffen sollen folgen, das nächste Mal vielleicht bei den Kollegen in Pilsen. (ms)