Weiden: Großeinsatz wirft Fragen auf

Mögliches Schadensereignis in Weiden – es war diese Nachricht am Samstagabend, die die ganze Stadt in Aufruhr versetzte. Die Polizei nahm den anonym eingegangenen Hinweis ernst und räumte mit einem Großaufgebot einem Veranstaltungskomplex in der Regensburger Straße. Das Schadensereignis trat aber nicht ein. Neben zahlreichen Einsatzkräften der Polizei waren auch über 80 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes mit fünf Notärzten im Einsatz.Personen kamen aber glücklicherweise nicht zu Schaden. Nach gründlicher Absuche und weiteren Überprüfungen wurde die Sperrung wieder aufgehoben. Alle Gäste und Angestellten konnten wieder in das Gebäude zurückkehren.

Bereits rund zwei Stunden vor des Großeinsatzes wurde die Zufahrt zur Weidener Innenstadt gesperrt. Diese Maßnahme stehe allerdings nicht in Verbindung mit dem konkreten Hinweis auf das Schadensereignis in der Stadt, das teilte Albert Brück, Sprecher des Polizeipräsidium Oberpfalz heute auf OTV-Anfrage mit. Denn bereits zuvor habe es einen vagen Hinweis auf ein Schadensereignis für die nördliche Oberpfalz gegeben. Zudem sei es eine Reaktion auf die Ereignisse in Münster. Dort war ein Mann mit seinem Fahrzeug in eine Gruppe Passanten gerast.

Die Sperrung der Innenstadt sei eine reine Vorsichtsmaßnahme gewesen, die entsprechend angepasst wurde, als deutlich wurde, dass es sich in Münster nicht um einen Terroranschlag handle.Angaben, um welches Schadensereignis es sich gehandelt hat und wie der Hinweis eingegangen war, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht machen.

Ob beide Hinweise miteinander in Verbindung stehen sei Teil der derzeitigen Ermittlungen.

Das Polizeipräsidium Oberpfalz sucht jetzt nach Zeugen: Personen, die Kenntnisse zu dem/den gesuchten Hinweisgebern, sind dringend aufgefordert, sich mit der Polizei in Weiden unter der Tel-Nr. 0961/401-291 oder mit jeder anderen Polizeidienststelle Verbindung zu setzen.

Im Rahmen des Vorfalls warnt das Polizeipräsidium Oberpfalz ausdrücklich vor solchen Aktivitäten. Solch eine Falschmeldung eines Schadensereignisses wird mit strafrechtlichen Konsequenzen geahndet, die bis hin zu einer Freiheitsstrafe reichen. (ms)