Weiden: Kaspar als Verkehrserzieher

Alle 18 Minuten kam durchschnittlich im Jahr 2017 ein Kind unter 15 Jahren im Straßenverkehr zu Schaden – insgesamt waren es rund 29.000 Kinder, so die Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Doch auch wenn sicherlich jedes verletzte Kind eines zu viel ist, so haben doch Kinder im Vergleich zu ihrem Bevölkerungsanteil ein geringeres Unfallrisiko als andere Altersgruppen. Auch ging die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Kinder in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurück, das zeigt die Statistik. Zu verdanken ist dies sicherlich auch der Präventionsarbeit. Wie die der Polizei. Und die kann auch ungewöhnliche Wege gehen – wie etwa mithilfe der Weidener Polizeipuppenbühne.

Seit 1999 gibt es die Weidener Polizeipuppenbühne. Sie ist mittlerweile bayernweit bekannt und sehr gefragt. So wurden vergangenes Jahr an 37 Spieltagen insgesamt 57 Stücke vor rund 4.400 Kindern aufgeführt. Das Stück „Der verzauberte Kasper“ richtet sich dabei insbesondere an Vorschulkinder und an Erstklässler, aber auch an Senioren. Seit vielen Jahren schlüpfen hierfür Beamtinnen und Beamte der Weidener Polizei nebenamtlich in die Rolle von Wuschel, Kasperl und der bösen Hexe. Zusammen mit den Kindern erarbeiten sie so spielerisch die Verkehrsregeln. Die Kinder sollen so achtsamer im Straßenverkehr werden. (nh)