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Weiden: Kein Platz für Rassismus und Antisemitismus

Kein Platz für Rassismus und Antisemitismus. Bei einer Diskussionsrunde in Weiden stand die Fankultur im Sport im Fokus. Klaus Augenthaler, ehemaliger Kapitän des FC Bayern München und Weltmeister von 1990, gab dabei Einblicke in seine aktive Karriere als Spieler und Trainer. Damals wie heute sei Rassismus leider immer wieder vorgekommen.
Simon Müller von der Münchner Fangruppierung „Schickeria“ erklärte, dass auch bei ihm als sogenannter Ultra Respekt gegenüber gegnerischer Fans und Vereine wichtig sei. Für ihn habe Antisemitismus und Rassismus keinen Platz im Fußball.
Er und die Schickeria haben mit angestoßen, dass der FC Bayern sich mittlerweile mit seiner jüdischen Vergangenheit auseinandersetzt und Vergessenes wieder in Erinnerung ruft.
56 Mitglieder des FC Bayern mussten zur Zeit der Nazi-Diktatur aus religiösen oder politischen Gründen fliehen oder wurden deportiert. Die Wanderausstellung „Verehrt, verfolgt, vergessen – Opfer des Nationalsozialismus beim FC Bayern München“ erinnert an neun dieser Biographien und ist noch bis diesen Sonntag im Weidener Kulturzentrum Hans Bauer zu sehen. (bg)