Weiden: Kleines Frühchen-Wunder am Klinikum Weiden

Knapp dreieinhalb Monate vor dem errechneten Geburtstermin erblickte der kleine Michael im Klinikum Weiden das Licht der Welt. Am 24. November 2018 wurde er mit 280 Gramm Geburtsgewicht und nicht größer als eine Handfläche geboren. Nun, fast ein halbes Jahr nach seiner Geburt, konnte Michael die Kinderklinik gesund und munter verlassen.

Bei Mutter Regina kam es in der 23. Schwangerschaftswoche zu Komplikationen. Der Zwillingsbruder von Michael war bereits zuvor im Mutterleib verstorben. Untersuchungen zeigten, dass das Gewicht von Michael zu niedrig war, da er nicht ausreichend durch den Mutterkuchen versorgt wurde. Eine Geburt zu diesem Zeitpunkt barg aber große Risiken: Die behandelnden Ärzte machten deutlich, dass Babys, die so früh geboren werden, ein sehr großes Risiko haben, zu versterben.

In der 26. Schwangerschaftswoche drohte Michael im Mutterleib zu versterben. Es wurde ein Kaiserschnitt notwendig. Nach der frühen Geburt waren Monate der Behandlung und Überwachung nötig – doch Michael zeigte deutlich seinen Lebenswillen. Während dieser Zeit wurde das Frühchen mit abgepumpter Muttermilch ernährt. In Frühchenbüchern haben die Eltern alle Meilensteine in der Entwicklung Michaels festgehalten: Das Überspringen der 1000-Gramm-Grenze, das erste Bad, das erste Fläschchen.

Alle in der Kinderklinik Weiden freuen sich über das kleine Wunder Michael: Weltweit haben bis heute nur etwas mehr als 20 Frühchen mit einem Gewicht unter 300 Gramm überlebt, so die Statistik des „Tiniest Babies Register“ der University of Iowa. Michael ist nun mit einem Gewicht von etwa 2500 Gramm und einer Größe von 42 Zentimetern endlich mit seinen Eltern Zuhause. (az)

Michaela Hutzler (stellv. Pflegedirektorin), Evi Schlosser (stv. Stationsleiterin 90f), Dr. Klaus Adam (Oberarzt), Ruth Mahal-Vollmer (Hebamme), Dr. Ines Erhardt (Leiterin PNZ), Dr. Fritz Schneble (Chefarzt der Kinderklinik) und Dr. Uwe Maas (Oberarzt) freuen sich, dass der kleine Michael die Kinderklinik gesund verlassen konnte. Foto: Kliniken Nordoberpfalz AG.