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Weiden: Millioneninvestition in Kinder- und Jugendpsychiatrie

Etwa 10 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind von psychischen Erkrankungen betroffen. Rund 20 Prozent weisen psychische Störungen auf. Zu diesem Ergebnis kam eine Untersuchung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Allerdings zeigt die Statistik auch: Die Versorgung vor allem in der Peripherie ist schwierig. Der Bezirk Oberpfalz investiert nun rund 18 Millionen Euro, um diese Lücke zu schließen.

Denn die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Weiden – kurz KJP – wird komplett neu gebaut. Auf dem ehemaligen Fußballplatz des Augustiner-Seminars wird eine Klinik mit 32 Betten gebaut. Auch für suchtkranke Jugendliche wird es acht Betten geben. Ein Novum in der Region.

Aber eines, das notwendig sei. Denn vor allem bei psychischen Erkrankungen würden weite Anfahrtswege Patienten abschrecken, sagt medbo Vorstand Dr. Helmut Hausner. Bei Wegen von über 30 Kilometern suche sich kaum einer mehr Hilfe. Deshalb sei die Investition in den Neubau zwar auch ein Leuchtturm für die Region, aber vor allem auch dringend notwendig. Noch immer gebe es lange Wartelisten.

2019 soll der Umbau beginnen. 2021 soll er dann abgeschlossen sein. (eg)